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Unteregg

07.12.2018

Bürgerversammlung: Unteregg ist bald schuldenfrei

Das neue Dorfgemeinschaftshaus in Unteregg ist eines der Projekte, dass 2018 in der Gemeinde verwirklicht werden konnte.
Bild: mcb

Bauland in Unteregg ist sehr gefragt und ein Pächter für das Gasthaus Adler wird dringend gesucht.

Über eine gute Finanzlage konnte Bürgermeisterin Marlene Preißinger auf der Bürgerversammlung der Gemeinde Unteregg im Gasthaus Adler berichten. 553000 Euro Überschuss des laufenden Betriebes gab es 2017 zu verzeichnen. Die Steuereinnahmen und Umlagen betrugen knapp 942000 Euro. Somit können die jährlichen Ausgaben für Verwaltung, Feuerwehr, Schulen, Kindergärten und öffentliche Einrichtungen gut gedeckt werden. Das ausführliche Zahlenkonstrukt ergab bei 1361 Einwohnern eine Pro-Kopf-Verschuldung von 87,73 Euro. „Wenn es so weitergeht, dann sind wir 2024 schuldenfrei“, blickte Marlene Preißinger positiv in die Zukunft.

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Die Baumaßnahmen in der Gemeinde konnten alle zu einem guten Abschluss gebracht werden. Beste Beispiele sind die Bürgerstuben „Zum Wiat“ (wir berichteten) und das neue Dorfgemeinschaftshaus in Unteregg.

Die Nachfrage nach Bauland in Unteregg ist groß

Erfreulich seien die Kinderzahlen der beiden gemeindlichen Kindergärten, so Preißinger. In Unteregg sind 22 Kinder untergebracht und in Warmisried werden 20 Kinder betreut. Auch über eine große Nachfrage nach Bauland könne sich die Gemeinde freuen, so Marlene Preißinger. Alle drei Bauplätze in Unteregg und fünf Bauplätze in Oberegg seien vergeben. In Warmisried ist nur noch einer von ursprünglich elf Plätzen frei. Momentan sind keine neuen Baugebiete geplant. „Wenn aber jemand etwas weiß oder Flächen zur Verfügung stellen möchte, dann kann er sich gerne melden“, bat Preißinger.

Bürgerversammlung: Unteregg ist bald schuldenfrei

Dass die Gemeinde händeringend einen neuen Pächter für das Gasthaus Adler in Unteregg sucht, gab sie ebenfalls bekannt.

Die Erneuerung der Hauptleitung nach Oberegg war in diesem Jahr durch Wasserrohrbruchschäden notwendig. „Die Wasserleitungen wurden 1981 gebaut und waren porös. Durch die Erneuerung sind wir in Zukunft gesichert.“

Auch der Flüchtlingshelferkreis aus Warmisried erntete Lob

Wie wichtig der Gemeinde die Vereine und kirchliche Organisationen sind, machte Marlene Preißinger in ihrem Bericht deutlich. „Wir bezuschussen unsere Vereine so gut es geht. Dadurch sind unsere Dörfer lebendig“, bedankte sie sich bei allen, die zum Gemeinwohl beitragen. Auch dem Flüchtlingshelferkreis, der derzeit 18 Menschen aus unterschiedlichen Nationen in Warmisried betreut, zollte Preißinger großen Dank.

Bei der anschließenden Diskussionsrunde fragte Anton Mayer nach dem momentanen Stand der Planungen für den Radweg zwischen Unteregg und Oberegg, den die Gemeinde entlang der Kreisstraße errichten möchte. „Die Bemühungen laufen, doch bisher haben sich die drei Grundstücksbesitzer geweigert, dafür etwas Bauland herzugeben“, antwortete Marlene Preißinger. „Gerade für unsere Kinder und Jugendlichen ist der Radweg von großer Bedeutung und ich versichere, dran zu bleiben.“

Bei der Bürgerversammlung in Unteregg war auch die Windkraft Thema

Ob im Gemeindegebiet weitere Windräder geplant seien, fragte Jürgen Pfaff. „Wir wissen momentan nichts Neues“, so die Bürgermeisterin. Nach der Wasserversorgung erkundigte sich Fritz Hölzle. „Trotz des trockenen Sommers ist der Wasserstand zufriedenstellend“, gab Gemeindearbeiter Stefan Huber Entwarnung. Bei der Versammlung wurden außerdem noch die fleißigen Blutspender Robert Sontheimer (75 Spenden), Zenta Müller (100), Wendelin Bader (125) und Albert Sontheimer (125) für ihre Hilfsbereitschaft ausgezeichnet.

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