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16.06.2009

CSU auch 2010 mit Bihler

Türkheim (m.he) - Die Türkheimer CSU wird im nächsten Jahr mit Amtsinhaber Silverius Bihler in die Bürgermeister-Wahl gehen - trotz Bihlers Austritt aus der Partei. Der Bürgermeister hatte aus Protest gegen das Verhalten von Ministerpräsident und CSU-Parteichef Horst Seehofer in Sachen Gymnasium Buchloe sein Parteibuch zurückgegeben.

Die CSU-Fraktion und der CSU-Ortsverband Türkheim-Rammingen stärkten Bihler am Montag in einer gemeinsamen Erklärung den Rücken, nachdem dieser in der vergangenen Woche eine harte Attacke der Freien Wähler einstecken musste. Dazu heißt es in der Erklärung, CSU-Fraktion und Ortsvorstand seien "entsetzt über den Verlust der politischen Kultur und die polemischen Äußerungen der Freien Wähler durch die Gemeinderäte Peter Senner und Franz Haugg und des dritten Bürgermeisters, Otto Rinninger." Die Vergangenheit habe gezeigt, dass die Freien Wähler "des Öfteren Vorhaben verhindert oder bewusst und unnötig verzögert haben". Als Beispiele werden der Ausbau der Maximilian-Philipp-Straße, der Ausbau Grabenstraße, die Verbesserung der Einkaufssituation und der Fahrradweg Bahnhof-Irsingen genannt. Der von den Freien Wählern im Wahlkampf 2008 angekündigte "Türkheimer Weg" sei bisher "eine reine Luftnummer", kritisieren stellvertretend der CSU-Fraktionssprecher Otto Mayer und der Ortsvoristzende der Christsozialen, Martin Kneer.

"Silverius Bihler und die CSU lassen lieber Taten sprechen", betonten beide. "Schaufensterreden sind nicht gefragt und führen mittelfristig zur Politikverdrossenheit." 2008 habe die Türkheimer CSU ein ausführliches Wahlprogramm vorgelegt. "Dort wurden reale Ziele in Bezug auf den Arbeitsmarkt, die Ortsentwicklung, die Jugendarbeit und den Haushalt genannt und diese sind die Eckpfeiler der laufenden Politik und Bestrebungen", betonen Kneer und Mayer. "Die Fraktion und der Ortsvorstand der CSU stehen fest zu Silverius Bihler", heißt es in der Erklärung weiter. "Dieser ist mit Herzblut Türkheimer und hat ausschließlich das Türkheimer Wohl im Blickfeld."

Auch erinnert die CSU daran, dass Silverius Bihler 1992 bei seiner ersten Kandidatur ebenfalls kein CSU-Parteibuch hatte und von den Bürgern als parteiunabhängiger Kandidat in das Amt gewählt wurde. Kneer und Mayer sind sich deshalb sicher: Bihler "ist auch nach 2010 unser Bürgermeister." Sollten die Freien Wähler einen eigenen Kandidaten ins Rennen um das Türkheimer Rathaus schicken, sei das deren gutes Recht. "Die persönlichen Angriffe gegen einen verdienten Türkheimer Bürgermeister und die Blockadehaltung im Gemeinderat schaden dagegen nur", finden Kneer und Mayer. "Eine Parteistrategie sollte nicht die persönliche Verunglimpfung als Ziel haben, sondern Substanz besitzen."

Die Freien Wähler hatten Bihler in der vergangenen Woche hart kritisiert. Otto Rinninger warf ihm beispielsweise vor, nach Gutsherrenart zu regieren, der FW-Ortsvorsitzende Peter Senner sprach von schleichenden Verfahren und Stillstand. Senner unterstellte Bihler, das Heft des Handelns nicht mehr in der Hand zu haben.

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