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Mindelheim

23.12.2020

Christliche Gemeinde in Mindelheim darf bleiben

Die Christliche Gemeinde in Mindelheim darf bleiben.
Bild: Johann Stoll

Plus Die Stadt Mindelheim hatte fehlende Stellplätze bei der Christlichen Gemeinde moniert. Doch das Landratsamt hat die Entscheidung des Bauausschusses korrigiert.

Das Landratsamt Unterallgäu hat eine Entscheidung des Mindelheimer Bauausschusses vom Sommer korrigiert. Damit ist ein ehemaliger Blumenladen in der Landsberger Straße 2 in Mindelheim rechtmäßig in einen Versammlungsraum der Christlichen Gemeinde umfunktioniert worden. Die Stadt hatte das gemeindliche Einvernehmen nicht erteilt, weil nicht genügend Stellplätze nachgewiesen worden waren.

Warum das Landratsamt die Sache anders sieht als die Stadt Mindelheim

Das Landratsamt sieht dies jedoch anders und will in diesen Tagen die Genehmigung erteilen, teilte das Landratsamt auf Anfrage mit. Das gemeindliche Einvernehmen war verweigert worden, da die Stadt eine andere Auffassung zur Berechnung der erforderlichen Stellplätze vertreten hatte als das Landratsamt. Nach der Berechnung der Stadt wären 15 statt der bisher acht Stellplätze erforderlich gewesen, von denen es ohnehin nur zwei tatsächlich gab. Das Landratsamt schloss sich dem nicht an und erteilt die Genehmigung für die Nutzungsänderung nunmehr auf Basis der nachgewiesenen Stellplätze.

Die Christliche Gemeinde hatte bereits Fakten geschaffen, als das Bauvorhaben im Bauausschuss besprochen wurde. Wo zuletzt ein Lager untergebracht war, war ein Gebetsraum eingerichtet worden. Im Erdgeschoss befanden sich früher ein Blumenladen und eine Fahrschule.

Eine Zahlung an die Stadt Mindelheim ist als Ablöse nicht möglich

Nach der Kfz-Stellplatzsatzung sind nach Auffassung der Stadt für die neue Nutzung sieben weitere Stellplätze notwendig. Weil das Gebäude außerhalb des Altstadtringes liegt, ist es nicht möglich, diese nicht vorhandenen Stellplätze gegen eine Zahlung an die Stadt abzulösen.

Wirklich vorhanden sind zwei Parkplätze. Notwendig wären bisher schon acht gewesen. Hier hatte die Stadt in der Vergangenheit „beide Augen zugedrückt“, wie es Bürgermeister Stephan Winter formulierte. Das Landratsamt gab dennoch grünes Licht. Für die Christliche Gemeinde kommt der Entscheid einem vorgezogenen Weihnachtsgeschenk gleich.

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