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Amberg

13.07.2020

Corona: Atemschutzmasken „Made in Amberg“

Daniela und Volker Lehnert haben in ihrem Familienunternehmen Lacuna-Air-Produktion die Herstellung von Masken ins Programm genommen. In dieser Woche lief die Produktion an. Die Masken sind hochwertig, schöpfen 93 Prozent der Bakterien ab und können 25 mal gewaschen werden. Es gibt sie in verschiedenen Größen und sie sind auch für Brillenträger geeignet.

Plus Das Familienunternehmen Lacuna Air aus Amberg hat auf die Corona-Pandemie reagiert und stellt nun medizinische und Alltagsmasken her.

Jede Krise bringt auch neue Chancen. Diese Binsenwahrheit machte sich das Ehepaar Daniela und Volker Lehnert zu eigen und erweiterte die Produktpalette des Familienunternehmens Lacuna Air um medizinische und Alltagsmasken. Die Produktion ist kürzlich angelaufen.

Hergestellt werden nicht irgendwelche Masken, sondern welche mit hoher Effizienz und hochwertigen Materialien. Und was Volker Lehnert besonders stolz macht: Alle verwendeten Materialien kommen aus der Region. Und hergestellt werden die Masken in Amberg.

Von der Lüftungstechnik zur Maskenproduktion war es für das Amberger Unternehmen nur ein kleiner Schritt

Das Familienunternehmen Lacuna gibt es schon seit 2006. Bisher habe man hauptsächlich in der Lüftungs- und Luftfiltertechnik gearbeitet, so Volker Lehnert. Also war der Schritt zur Maskenproduktion gar nicht so abwegig. Als dann in den Medien jeden Tag von Maskenunterversorgung zu lesen war, entschloss sich das Unternehmerehepaar die Maskenproduktion anzugehen. In der Oberpfalz wurde ein Hersteller für die entsprechenden Produktionsmaschinen gefunden.

Alle verwendeten Materialien stammen aus der Region.

Entstanden ist ein Produkt, dass jeden Vergleich mit anderen Herstellern aushalte und noch entscheidende Vorteile habe. Die Bakterienfiltereffizienz liege bei 93 Prozent, so Lehnert und sei natürlich auch Covid-19 geprüft. Und dennoch sei die Qualitätsmaske sehr leicht und luftdurchlässig, was die Kunden besonders im Sommer schnell zu schätzen wüssten.

Und Lehnert schwärmt weiter: „Unsere Masken sind weiter aus feinstem Filterfleecestoff, das durch die feine 3-in-1 Lagen-Webart zwar löchrig wirkt, dennoch aber 93 Prozent der Bakterien herausfiltert und der Träger noch viel Luft bekommt“. Dazu komme noch, dass eine Maske bis zu 25 mal gewaschen werden könne. Dadurch seien die Masken auch entsprechend preiswert. Und auch Brillenträger sei die Nutzung kein Problem mehr, die Brillen würden nicht mehr anlaufen.

Bis zu 32.000 Masken können in Amberg täglich vom Band gehen

Für die Maskenproduktion hat die Firma erweitert und neue Arbeitsplätze geschaffen. Bis zu 32.000 Masken könnten am Tag vom Band gehen und die Produktion würde nach und nach gesteigert. Und das Produkt passe auch zu der derzeitigen Diskussion zur Nachhaltigkeit. „Unsere Produkte sind besonders umweltfreundlich, da sie vor Ort gefertigt werden, ausschließlich aus Materialien aus Deutschland beziehungsweise dem umliegenden Europa gefertigt werden. Weiter werden sie ohne Folien im Karton verpackt“, so Lehnert weiter. Hinzu komme ein hoher Tragekomfort durch einen integrierten Nasenbügel und ein latexfreies Ökotex-Ohrband.

Und es gebe die Masken für die Allgemeinheit in verschiedenen Größen, nämlich S für Kinder, M gleich Standard und L mit längeren Ohrbändern. Letztere seien für Männer, Brillenträger und Hörgeräteträger gedacht. Die medizinischen Masken für Kliniken und Pflegeberufe seien natürlich noch hochwertiger.

Über eine Spende von 100 Masken für die Schüler der Realschule im Maristenkolleg freuen sich (von links) Daniela Lehnert, Schulleiterin Maria Schmölz sowie deren Stellvertreterin Nicole Hofmann.

Zum Auftakt der Produktion spendete Lehnert 100 Masken für die neuen Schüler der Maristen-Realschule ab dem kommenden Schuljahr und weitere 500 Masken gingen an die Schule für den laufenden Betrieb, worüber sich Rektorin Maria Schmölz und Konrektorin Nicole Hofmann sehr freuten. Auch Landrat Alex Eder stattete dem Unternehmen schon einen Besuch ab. Der Landrat freute sich über das Konzept, die Verwendung von regionalen Produkten und der Produktion vor Ort.

Die Masken aus Amberg gibt es auch in den Geschäftsstellen der Mindelheimer Zeitung

Lehnert ist übrigens überzeugt, dass nach den Erfahrungen mit der Corona-Pandemie ein Teil der ausgelagerten Produktion für medizinische Geräte und Arzneimittel wieder nach Deutschland geholt würden, weil die Globalisierung auch ihre Tücken habe. Und somit sei man wieder beim Grundgedanken, dass jede Krise auch neue Chancen biete. Zu dem Öko-Konzept gehöre auch die Idee der kurzen Wege. Man setze beim Verkauf auf Stützpunkte in der Nähe, um lange Wege zu vermeiden.

In der Region gibt es die Masken unter anderem in den Geschäftsstellen Mindelheimer Zeitung in Mindelheim und Bad Wörishofen und bei Friseur Haugg in Türkheim. Die Masken gibt es in zwei Verpackungsgrößen: einmal zu 20 Stück oder die Großpackung zu 50 Stück.

Nicht jeder trägt gerne einen Mund-Nasen-Schutz, wie diese Artikel beweisen:

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