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Unterallgäu

02.11.2020

Corona: Das Unterallgäu kratzt an der 200er-Marke

Im Unterallgäu ist die 7-Tage-Inzidenz wieder deutlich gestiegen.
Bild: Michael Kappeler, dpa (Symbolfoto)

Plus Die 7-Tage-Inzidenz im Unterallgäu ist wieder deutlich gestiegen. Zwei infizierter Bewohnerinnen des Sozialzentrums in Kirchheim sind gestorben.

Vor rund zwei Wochen ist die Corona-Ampel im Unterallgäu auf Rot gesprungen, wieder eine Woche später zeigte sie bereits Dunkelrot und jetzt kratzt der Landkreis an der 200er-Marke: Die 7-Tage-Inzidenz, also die Zahl der der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen, ist von 165,82 am Sonntag auf jetzt 191,27 geschnellt. Hier die Details aus Klinik, Seniorenheimen und anderen Einrichtungen.

Weil seit Montag die neuen bundesweiten Maßnahmen gelten, mit denen die weitere Ausbreitung des Virus eingedämmt werden soll, sind mit dem erneut gestiegenen Inzidenzwert auf Landkreisebene keine verschärften Beschränkungen verbunden. Über das Wochenende und am Montag wurden insgesamt 96 Neuinfektionen registriert. Damit sind aktuell 276 Unterallgäuer nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Insgesamt wurden seit Mitte März 1047 Unterallgäuer positiv getestet, 744 gelten als wieder genesen, 29 sind gestorben.

Die jetzt verstorbenen Bewohnerinnen des Sozialzentrums Kirchheim waren bereits vor der Corona-Infektion geschwächt

Zwei Bewohnerinnen des Sozialzentrums Kirchheim sind am Wochenende an und mit der Corona-Infektion gestorben. Wie die zuletzt verstorbenen sieben infizierten Bewohner des Mindelheimer Seniorenzentrums St. Georg waren sie laut Heimleiter Robert Knoll aufgrund ihres Alters und verschiedener Vorerkrankungen bereits vor der Corona-Erkrankung geschwächt. Eine der Seniorinnen war zuletzt negativ getestet worden und dann aufgrund einer anderen Erkrankung ins Krankenhaus gekommen, wo der Test dann positiv ausfiel. Aktuell gelten in der Einrichtung 14 Bewohner als infiziert sowie vier weitere als wieder genesen. Ebenfalls positiv getestet wurden sieben Mitarbeiter. Am Montag stand eine weitere Reihentestung an. Seit am 22. Oktober der erste Corona-Fall in dem Heim bekannt wurde, steht es unter Quarantäne. Die Bewohner befinden sich auf ihren Zimmern in Einzelisolation, Besuche sind nicht mehr möglich.

Im Caritas-Seniorenzentrum St. Georg in Mindelheim hat sich die Zahl der Todesopfer von sieben auf neun erhöht. Zwei weitere Bewohner befinden sich nach Angaben der zentralen Pandemiebeauftragten Michaela Weber im Krankenhaus, ihr Zustand sei instabil. In der kommenden Woche sollen erneut alle Bewohner und Mitarbeiter der betroffenen Wohngruppe getestet werden. Eine dritte Reihentestung in den beiden übrigen Wohngruppen fiel derweil erneut negativ aus, sodass die Mitarbeiter nun nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt aus der häuslichen Isolation entlassen wurden.

Im Dominikus-Ringeisen-Werk in Pfaffenhausen wurde eine Mitarbeiterin positiv getestet. Wie Gesamtleiter Elmar Müller auf MZ-Nachfrage mitteilt, hat sie aber offenbar keine Mitarbeiter oder Bewohner angesteckt: Die Ergebnisse aller 54 Getesteten seien negativ.

In den Krankenhäusern des Klinikverbunds Allgäu werden derzeit insgesamt 27 Corona-Patienten behandelt: neun an der Klinik in Mindelheim, acht in Kempten, fünf in Immenstadt und zwei in Sonthofen. Insgesamt drei Patienten werden in Mindelheim, Kempten und Immenstadt intensivmedizinisch versorgt. Am Klinikum in Memmingen werden 15 Corona-Patienten betreut, zwei von ihnen liegen auf der Intensivstation. (baus)

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