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Corona
05.11.2020

Staatliche Finanzspritze für die Kneippstadt

Bad Wörishofen darf zum Ausgleich von Mindereinnahmen aus Kur- und Fremdenverkehrsbeiträgen auf zusätzliche staatliche Finanzmittel hoffen. Bayerische Kurorte sollen zehn Millionen Euro bekommen

Weil angesichts der Corona-Pandemie die Kur- und Fremdenverkehrsbeiträge sinken werden, darf Bad Wörishofen auf einen Finanzspritze hoffen: Bei den Verhandlungen zum Kommunalen Finanzausgleich 2021 sei die finanzielle Notlage vieler Kurorte stärker in den Fokus genommen und zehn Millionen Euro für einen pauschalen Ausgleich von Mindereinnahmen aus Kur- und Fremdenverkehrsbeiträgen festgelegt worden, so der CSU-Stimmkreisabgeordnete, Staatsminister a. D. Franz Josef Pschierer, und sein Parteifreund und Altbürgermeister von Bad Wörishofen Klaus Holetschek, Gesundheitsstaatssekretär und früherer Vorsitzende des Bayerischen Heilbäder-Verbandes in einer gemeinsamen Pressemitteilung.

„Die Corona-Pandemie hat insbesondere auch die bayerischen Heilbäder seit dem Frühjahr ‚ins Mark getroffen‘ und in erheblichem Umfang Umsätze gekostet“, so die CSU-Politiker: „Die wirtschaftlichen Auswirkungen waren und sind auch im Kneippheilbad Bad Wörishofen zu spüren. Wir begrüßen es daher, dass vor diesem Hintergrund bei den Verhandlungen zum Kommunalen Finanzausgleich 2021 die finanzielle Notlage vieler Kurorte stärker in den Fokus genommen und zehn Millionen Euro für einen pauschalen Ausgleich von Mindereinnahmen aus Kur- und Fremdenverkehrsbeiträgen festgelegt wurde“, heißt es in der Pressemitteilung.

Und weiter: „Dies ist zumindest ein erstes positives Signal. Weitere Maßnahmen sind jedoch unbedingt nötig, um die Gesundheits- und Pflegewirtschaft bei der Bewältigung der Corona-Pandemie und ihrer kurzfristigen Folgen zu unterstützen und die dramatische finanzielle Lage in den Heilbädern und Kurorten zu lindern“, so die CSU-Politiker. Denn die Krise treffe Heilbäder und Kurorte härter als andere Kommunen. Die Instandhaltung der Infrastruktur wie Bäder, Thermen und aller anderen Einrichtungen für Kuren kostet viel Geld und der Staat müsse hier „substanzielle Unterstützung“ leisten, damit uns in Bayern die Vielfalt dieser ‚Gesundheitszentren‘ auch in Zukunft erhalten bleibe.

Gerade in Zeiten von Covid-19 könnten die Kur- und Heilbäder einen wichtigen Beitrag leisten, sind Pschierer und Holetschek überzeugt. So seien 20 Heilbäder in Bayern auf Erkrankungen der Atemwege spezialisiert. In 35 Kurorten verstehe man sich außerdem besonders auf psychosomatische Krankheitsbilder, wie sie eine Folge der Pandemie und einhergehenden sozialen Einschränkungen sein könnten,“ heißt es in der Pressemitteilung.

„Eine Folge der Corona-Pandemie wird sicherlich auch sein, dass das Thema Gesundheit in Zukunft einen noch höheren Stellenwert bekommen wird. Bayern als ‚Reha-Land Nummer eins‘ in Deutschland ist in dieser Hinsicht gut aufgestellt“, betonen Pschierer und Holetscheck: Hilfen für Kur- und Heilbäder wie der jetzt im Kommunalen Finanzausgleich 2021 festgelegte pauschale Ausgleich sind wichtig und notwendig, damit dies auch so bleibt“. (mz)

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