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Mindelheim

12.10.2020

Corona: Vorerst Entwarnung für das Unterallgäu

Ein Patient lässt einen Abstrich für einen Corona-Test machen.
Bild: Kay Nietfeld/dpa

Plus Am Vormittag herrschte noch großes Bangen beim Gesundheitsamt Unterallgäu. Inzwischen kann das Landratsamt aber Entwarnung geben: Der Corona-Warnwert von 50 Neuinfektionen ist nicht erreicht worden.

Die Lage ähnelte am Montagvormittag ein bisschen wie beim Kaninchen, das vor der Schlange sitzt: Wird das Unterallgäu die magische Marke von 50 Neuinfektionen mit dem Covid-19-Virus reißen, gerechnet auf 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen? Falls ja, wäre der Landkreis Risikogebiet geworden. Am frühen Nachmittag konnte das Landratsamt Entwarnung geben. Das Unterallgäu gilt weiterhin nicht als Risikogebiet: 29,59 Corona-Neuinfektionen gab es im Landkreis innerhalb einer Woche bezogen auf 100.000 Einwohner. Diese Zahl hat das LGL jetzt veröffentlicht. Damit bleibt die sogenannte 7-Tage-Inzidenz unter dem Grenzwert von 50, auch der Warnwert von 35 ist unterschritten. Die Allgemeinverfügung vom Samstag gilt dennoch voraussichtlich bis 16. Oktober. (Lesen Sie dazu auch: Wird das Unterallgäu Corona-Risikogebiet - und was heißt das für Bürger?)

Gute Nachrichten vom Maristenkolleg Mindelheim

Aber er gibt auch schon Erfreuliches zu vermelden. Alle Schüler und Lehrkräfte des Maristenkollegs, die in der vergangenen Woche sicherheitshalber auf Corona hin getestet wurden, waren negativ. Während die Gymasiasten bereits wieder in den Präsenzunterricht durften, weil sie lediglich vorsorglich überprüft worden waren, muss eine fünfte Klasse der Realschule für 14 Tage in häusliche Quarantäne. Gezählt wird vom Zeitpunkt, an dem Kontakt zu einem positiv getesteten Menschen bestand.

Derzeit sind 69 Unterallgäuer laut Landratsamt nachgewiesen mit dem Coronavirus infiziert. Insgesamt wurden seit Mitte März 531 Unterallgäuer positiv getestet. 20 von ihnen sind leider verstorben, 442 gelten als genesen.

Diese Corona-Regeln gelten derzeit im Unterallgäu

Die 7-Tage-Inzidenz liegt laut LGL bei 44,72 (Stand: 9. Oktober). Weil der Frühwarnwert von 35 Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen umgerechnet auf 100.000 Einwohner überschritten wurde, gilt seit Samstag, 10. Oktober, diese Allgemeinverfügung:

Maximal 50 Personen dürfen in geschlossenen öffentlichen oder angemieteten Räumen zusammenkommen. Bei Feierlichkeiten sollten nicht mehr als 25 Menschen zusammenkommen.

Für alle weiterführenden und berufsbildenden Schulen gilt eine Maskenpflicht im Innen- und Außenbereich auch während des Unterrichts und der Pausen. Erlaubt sind keine klassenübergreifenden Kontakte. In allen Kindertageseinrichtungen im Unterallgäu ist das Personal verpflichtet, eine Mund- und Nasenbedeckung zu tragen. Diese Regeln gelten vorerst bis 16. Oktober.

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