Newsticker
Italien verschärft Corona-Maßnahmen in einigen Regionen
  1. Startseite
  2. Lokales (Mindelheim)
  3. Da glänzten nicht nur die Instrumente

Konzert

28.06.2017

Da glänzten nicht nur die Instrumente

Die jungen Mitglieder der „Bayerischen-Jugend-Brass-Band“ und die „3-BA-Kids“ gaben ein umjubeltes Konzert in Mindelheim. Sie spielten voller Frische und jugendlicher Energie.

Die „Bayerische-Jugend-Brass-Band“ und die „3-BA-Kids“ mit strahlendem Klang

Die erste Liebe ihres Lebens ist die Musik, und der widmen sie sich bereits mit Hingabe. So gelang den „3-BA-Kids“ im Alter von zehn bis 14 Jahren ein erfolgreicher erster öffentlicher Auftritt im Stadttheater Mindelheim. Umringt von der „Bayerischen-Jugend-Brass-Band“ (BJBB), boten sie gemeinsam unter dem Dirigat von Benjamin Markl eine brillante Eröffnung mit „Fanfare and Flourishes“ von James Curnow.

Stimmig anmoderiert und meisterlich dirigiert wurden dann die Kids von Jörg Seggelke bei „On stage“, „Jupiter Hymne“ und „Junior-Rock“. Der Dirigent hatte zu Recht angekündigt, dass bei der fantastischen Musik dieses Konzerts „die Sonne nicht nur draußen sondern auch im Saal scheinen wird“, und die Instrumente der über 40 Blechbläser sorgten für zusätzlichen Glanz. „Pound the streets“ kam fetzig, frisch und voll Power rüber, „wie die BJBB halt…“, verkündete Moderationstalent Konstantin Schütt. Informativ und dennoch locker stimmte er die Gäste auf die jeweiligen Stücke ein.

Die breite Klangfarbenpalette von „Gaelforce“ erzählte zum Beispiel von der Reise eines jungen Mannes, die in einem irischen Pub „bei viel Whiskey und wilder Musik endet“.

Die BJBB gibt es seit zweieinhalb Jahren, in denen sie sich alle sechs Wochen in unterschiedlichen Orten treffen, um ein Wochenende gemeinsam zu proben. Zum Titel „I want it all“ verriet Schütt: „Er entspricht zu hundert Prozent dem Geist der kompletten Bayrischen Brass Band Akademie und auch der BJBB.“ Mit herrlichen Soli verwöhnten die einzelnen Orchestermitglieder ihre faszinierten Zuhörer.

Lieblich und absolut souverän zugleich wirkte Bernadette Wolf bei der Präsentation ihres „Tuba Tapestry“-Solos. Nicht nur mit dem Dirigentenstab sondern äußerst charismatisch und mit markantem Körpereinsatz animierte Benjamin Markl seine Band zu Höchstleistungen. Sein Vorsatz ist: „Wir wollen Gas geben, erleben, Gänsehaut haben, weinen, teilen, lachen, arbeiten, genießen, Spaß haben, uns gut fühlen und ganz Deutschland zeigen, dass Brass Band eine der schönsten Nebensachen der Welt ist.“ Mit dieser Einstellung wurden sie beim großen „Butlins Mineworkers Brass Festival“ in England mit dem ersten Preis des Jugendwettbewerbs ausgezeichnet.

Derart professionelles Entertainment von jungen Menschen geboten zu bekommen – das hat was. Dementsprechend begeistert reagierte das Mindelheimer Publikum und ließ die jungen Künstler erst nach zwei powervollen Zugaben von der Bühne.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren