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29.06.2009

Damit nichts überstürzt werden muss

Wenn ein Angehöriger oder Freund stirbt, muss vieles ganz schnell gehen, das Begräbnis zügig organisiert werden. Dabei ist allein die Trauer für viele schon zu viel. Sie wenden sich dann meist an den erstbesten Bestatter, ohne sich vorher gründlich zu informieren.

Doch das ist ein Fehler, auch in einer emotional so schwierigen Situation: "Man darf sich nicht scheuen, Dienstleistungen zu vergleichen - und zwar nicht erst im Todesfall, sondern vorsorgend", so Falk Murko von der Stiftung Warentest. Denn nur gut informierte Angehörige bekommen seiner Einschätzung nach auch häufig günstigere Angebote vorgelegt.

Das Ergebnis einer neuen Studie der Stiftung Warentest: Viele Bestatter unterbreiten zunächst ihr Standardangebot. "Aber es gibt oft billigere", so Murko. Er rät deswegen, immer ausdrücklich nach preisgünstigeren Särgen, Grabsteinen oder Urnen zu fragen: "Man staunt, dass der Bestatter dann plötzlich doch noch ein billigeres Angebot hat." Die Preisunterschiede seien gewaltig: So kostet die billigste Feuerbestattung - regional unterschiedlich - zwischen 549 und 1700 Euro. Allein der Sarg für eine Feuerbestattung kostet nach Angaben der Warentester zwischen 300 und 800 Euro. Und für den Sarg einer Erdbestattung fanden sie Preise zwischen 400 und 3500 Euro.

Eine ausführliche Beratung empfiehlt deshalb auch Alexander Helbach von der Verbraucherinitiative Bestattungskultur Aeternitas. Wer sich selbst dazu nicht in der Lage fühlt, könne auch gemeinsam mit einem Bekannten zu zwei verschiedenen Bestattern gehen. "Am besten ist es, sich im Verwandten- und Bekanntenkreis umzuhören."

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Hinterbliebene sollten dann darauf achten, ob der Bestatter nur etwas verkaufen will oder auch auf den Verstorbenen eingeht, rät Helbach. "Wichtig ist, dass man sich wohl fühlt." Unter dem Strich ist das auch das Hauptauswahlkriterium für Murko - es muss Vertrauen da sein.

Eine Hilfe können auch die verschiedenen Qualitätssiegel der Branche sein. Ralf Lichtner vom Bundesverband Deutscher Bestatter rät daher: "Man sollte einen Markenzeichen-Betrieb wählen." Diese erfüllten die europaweit vereinbarte DIN-Norm für Bestattungen. dpa/tmn

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