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Verkehrsüberwachung

22.05.2015

Das Blitzer-Netzwerk

Mindelheim übernimmt für weitere Kommunen die Abrechnung

Die Zusammenarbeit zwischen Kommunen wird seit Jahren regelmäßig beschworen, wirklich voran kommen diese Bemühungen allenfalls in Minischritten. Mindelheim kann sich hier durchaus sehen lassen. Die Kreisstadt betreibt nicht nur das Standesamt gemeinsam mit Erkheim. Sie ist auch eine Art Vorreiter in der Verkehrsüberwachung. Und das hat einen einfachen Grund.

Ordnungsamtsleiter Ralf Müller war vor vielen Jahren beim Landratsamt in Lindau beschäftigt. Das wirkt sich bis heute aus. Müller hat quasi auf dem kleinen Dienstweg ein Netz von Kommunen aufgebaut, die von Mindelheim aus bei der Verkehrsüberwachung betreut werden.

Alle beteiligten Kommunen plagt dasselbe Problem: Autofahrer sind zu schnell unterwegs und gefährden damit ihre Bürger und Gäste. Eine eigene Verkehrsüberwachung lohnt nicht, und so kommen die Nürnberger Wach- und Schließgesellschaft und die Stadt Mindelheim ins Spiel.

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Während die Nürnberger die Blitzer stellen und an jenen Stellen die Geschwindigkeit messen, die von den Kommunen angegeben werden, sorgt Mindelheim für die Abrechnung im Auftrag jener Gemeinde, in der die Verkehrssünder ertappt wurden. Mindelheim hat den Vorteil, dass es die eigene Verkehrsüberwachung durch die Einnahmen von außen kostengünstiger finanzieren kann.

Jetzt hat Mindelheim mit zwei weiteren Kommunen eine Zweckvereinbarung geschlossen. Sigmarszell und Opfenbach sind hinzugekommen, die in der Nähe von Lindau liegen. Schon bisher im Boot sind Hergatz, Weißensberg, Scheidegg, Lindau, Heimenkirch und Gersthofen. Nur Dirlewang ist wieder ausgeschieden. (jsto)

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