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Primiz

13.07.2015

Das Evangelium schmackhaft machen

Fast das ganze Dorf war auf den Beinen: Martin Schmid feierte am Sonntag sein erstes Messopfer gemeinsam mit vielen Gläubigen am Sportplatz seiner Heimatgemeinde Oberrieden.
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Fast das ganze Dorf war auf den Beinen: Martin Schmid feierte am Sonntag sein erstes Messopfer gemeinsam mit vielen Gläubigen am Sportplatz seiner Heimatgemeinde Oberrieden.

Der gelernte Koch Martin Schmid ist nun in seinem Traumberuf als Seelsorger tätig

Martin Schmid steht nicht mehr am Herd, sondern am Altar. Der gelernte Koch hat die Arbeitsstelle gewechselt und übt künftig seinen Traumberuf aus, von dem er schon als Ministrant schwärmte. Er will den Menschen den Glauben und das Evangelium schmackhaft machen. Vom Salzburger Erzbischof Franz Lackner kürzlich zum Priester geweiht, feierte der Neupriester gestern in seiner Heimatgemeinde Oberrieden vor mehr als tausend Gläubigen am Sportplatz sein erstes heiliges Meßopfer. Als Konzelebranten standen mit ihm 23 Priester auf der Altarinsel.

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Unter den zahlreichen Ehrengästen, die ihre Verbundenheit mit dem jungen Seelsorger zum Ausdruck bringen wollten, sah man auch Staatssekretär Franz Pschierer, Landrat Hans-Joachim Weirather, die Bürgermeister der Verwaltungsgemeinschaft sowie eine Priesterdelegation aus Salzburg mit Gottfried Lareiter, dem Regens des Salzburger Priesterseminars. Herzlich begrüßt wurde auch Professor Georg Leinsle aus Regensburg, der vor 40 Jahren in Oberrieden Primiz feierte.

Die Festpredigt von Kooperator Roland Frühauf aus Mittersill leistete dem Primizianten für seine zukünftige Arbeit im „Weinberg des Herrn“ wichtige Orientierungshilfe. Der Geistliche zählte die Zutaten für schmackhaftes, seelsorgliches Wirken auf und verriet, wie Gottes Wort Geschmack behält. Es gehe darum, so der frühere Elektroinstallateur, das Evangelium ganz nach Bedarf mal scharf, mal pikant oder auch als Schonkost zu verkünden. Insofern, machte der Prediger deutlich, könne Martin Schmid viele Erfahrungen und Gewürze aus seinem erlernten Beruf in die neue Aufgabe als Hirte einbringen.

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Dem festlichen Gottesdienst, der mit dem Primizsegen und großem Gotteslob endete und den die Kirchenchöre aus Bedernau, Unter- und Oberrieden sowie Instrumentalisten der örtlichen Blaskapelle musikalisch gestalteten, ging die Segnung des kupfernen Primizkreuzes am Elternhaus sowie ein großer Kirchenzug voraus. Fahnenabordnungen der Vereine und eine große Ministrantenschar begleiteten den jungen „Fachmann für Gott“ zum Altar.

Am Vorabend des Primiztages richtete die Gemeinde auf dem Platz vor dem Rathaus einen Empfang für den Neupriester aus. Der fuhr fröhlich winkend mit seiner Mutter und Ortspfarrer Bernhard Endres in einer Kutsche vor. Zur Begrüßung von Martin Schmid hatten sich mehrere hundert Gläubige eingefunden. In seinem Grußwort machte Bürgermeister Robert Wilhelm dem Primizianten Mut. Christus erwarte von einem Priester nicht nur dessen Dienst, sondern wolle durch ihn an den Menschen handeln, sagte er. Der Rathauschef wörtlich: „Das, lieber Martin, wird dir mit deiner offenen und fröhlichen Art bestimmt gelingen“. Auch die Kleinen des Kindergartens waren zur Begrüßung angetreten. „Dass du mich einstimmen lässt in deinen Jubel o‘Herr, erhebt meine Seele zu dir mein Gott“, sangen sie.

Nach dem Empfang segnete Dekan Andreas Straub in der Pfarrkirche das Messgewand des Neupriesters und verglich es mit dessen Taufkleid. „Es soll die tiefe Verbindung mit Jesus Christus ausdrücken“, erklärte er.

Neupriester Martin Schmid bedankte sich gestern überschwänglich bei allen, die seinen festlichen Primiztag mit vorbereiten halfen. „Ich werde immer ein Oberriedener bleiben und bin stolz auf meine Heimat-und Pfarrgemeinde“ versicherte er.

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mindelheimer-zeitung.de/bilder

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