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Konzert

27.06.2014

Das Talent ist vererbt, der Spaß an der Musik ansteckend

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Silvia Kolb begleitete ihren Sohn Elias am Klavier. Der Elfjährige spielt nicht nur hervorragend Violine, sondern bläst auch Trompete.

In der Familie Kolb spielen schon die Jüngsten mit. Beeindruckende Matinee

Einen außergewöhnlichen musikalischen Vormittag erlebten die Besucher der Konzertmatinee mit Familie Kolb. Im stilvollen Ambiente des Silvestersaals „Kammermusikalische Kostbarkeiten“ genießen zu dürfen, das war eine wirkliche Freude! Nachdem Silvia Kolb auf dem Klavier und Annalena Kolb auf dem Horn die Gäste mit einem wohlklingenden „Chant Lointain“ von Eugène Bozza eingestimmt hatten, sprach Markus Kolb einen herzlichen, amüsanten Begrüßungssatz, der mit den Worten endete: „Den Rest macht Silvia Kolb!“

Ganz so war es dann zwar nicht, doch seine Gattin – hochkarätige Pianistin und Leiterin der eigenen Musikschule in Krumbach – hatte nicht nur die Tasten im Griff. Sie war auch für die Anmoderation zuständig und begleitete ihre vier Kinder und den Herrn Gemahl bei allen Darbietungen.

Verblüffendes Talent an Posaune und Klavier

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Nur einmal musste sie ihren Platz für Marius, ihren zwölfjährigen Sohn räumen. Nachdem er bereits eine fantastische Cavatine von C. Saint-Saens auf der Posaune präsentiert hatte, verblüffte er auch am Klavier mit großem Können bei Rachmaninows Prélude in Cis-Moll. So ist es verständlich, dass er aus Wettbewerben immer wieder als Sieger hervorgeht.

Sein Bruder, der erst elfjährige, doch auch schon hoch ausgezeichnete Elias, brillierte mit kräftigem Trompetenblasen beim Konzert in Es-Dur, 1. Allegro con spirito von Johann Nepomuk Hummel und begeisterte ebenso bei der Sonatine von Louis Adolphe Coerne einfühlsam auf der Violine.

In der Kategorie „Duo-Blechbläser“ gewannen die beiden Brüder in diesem Jahr gemeinsam den ersten Preis beim Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“ in Ehingen.

„Ein Märchen“ von Carl Reinecke kam schwesterlich romantisch von Natalie Kolb mit der Klarinette und Annalena Kolb auf dem Horn rüber. Natalie Kolb, die selbst schon als Musiklehrerin ihr umfangreiches Wissen weitergibt, erfreute auch mit einem zart und leicht klingenden „El Casot“ von Daniel Bimbi.

Cool und irgendwie exotisch wirkt es, wie Annalena Kolb ihr Horn beherrscht. Auch sie wurde schon mehrfach ausgezeichnet.

Apropos Auszeichnungen: Die Liste der Erfolge von Papa Markus Kolb liest sich wirklich sehr beeindruckend! Er ist ein genialer Musiker und Dirigent und gab mit dem Impromptu von Marcel Poot auf der Posaune und mit „Pantomime“ von Philip Sparke auf dem Euphonium mitreißende Kostproben seines künstlerischen Repertoires.

Disziplin und Vergnügen

Erstaunlich, wie relaxt sie alle wirken, die Kolbs. Trotz der hohen Disziplin, die jedem Einzelnen zu eigen sein muss, bedeutet Musik in erster Linie offenbar pures Vergnügen für die bemerkenswerte Künstlerfamilie, denn Musik ist ihr Leben.

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