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Unterallgäu

11.07.2019

Das Unterallgäu gehört zu den Aufsteigern

Laut dem Prognos-Zukunftsatlas gehört der Landkreis Unterallgäu zu den zehn Aufsteigern in Deutschland.
Bild: Sandra Baumberger

Plus Der Prognos-Zukunftsatlas bescheinigt dem Landkreis hohe Zukunftschancen. Auch im bundesweiten Vergleich schneidet er gut ab.

Der Landkreis scheint gut für die Zukunft gewappnet zu sein. Zu diesem Ergebnis kommt jedenfalls der Prognos-Zukunftsatlas, der jetzt veröffentlicht wurde. Er ermittelt alle drei Jahre die Zukunftschancen und -risiken aller 401 Landkreise und kreisfreien Städte Deutschlands und stellt sie einander gegenüber. Der Vergleich soll den Kommunen, aber auch Wirtschaftsförderern, Industrie- und Handelskammern oder Investoren zeigen, wo Handlungsbedarf besteht.

Das Unterallgäu schafft es auf Platz 75 – und gehört damit deutschlandweit zu den zehn Aufsteigern der Studie: Seit der ersten Untersuchung vor 15 Jahren hat sich der Landkreis demnach um 119 Plätze verbessert. Allerdings standen 2004 auch noch 439 Landkreise und kreisfrei Städte untereinander im Wettbewerb.

Memmingen schneidet im Prognos-Zukunftsatlas etwas schlechter ab als das Unterallgäu

Während sich damals die Zukunftschancen und -risiken noch die Waage hielten, attestiert die Studie dem Landkreis nun hohe Zukunftschancen. Der neu aufgelegte Immobilienatlas kommt außerdem zu dem Ergebnis, dass die Wohnungsmärkte im Unterallgäu angespannt sind mit einer durchschnittlichen Wohnungsbaulücke.

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Die kreisfreie Stadt Memmingen steht etwas schlechter da: Sie hat nur leichte Zukunftschancen und steht im Ranking auf Platz 100. Im Immobilienatlas wird der Stadt ebenfalls ein angespannter Wohnungsmarkt zugeschrieben, im Unterschied zum Landkreis aber mit einer überdurchschnittlichen Wohnungsbaulücke.

Die Nachbarlandkreise Ravensburg, Ober- und Ostallgäu, Augsburg, Günzburg und Neu-Ulm haben ebenfalls leichte Zukunftschancen, die kreisfreie Stadt Kaufbeuren und der Kreis Biberach hohe Chancen und die kreisfreie Stadt Kempten sogar sehr hohe Chancen.

Im Prognos-Zukunftsatlas wird unter anderem die Geburtenrate im Unterallgäu berücksichtigt

Errechnet wurden die Zukunftsperspektiven anhand eines Zukunftsindex, der wiederum auf 29 Indikatoren aus den Bereichen Demografie, Arbeitsmarkt, Wettbewerb und Innovation sowie Wohlstand und Soziale Lage basiert. Sie geben zum einen Auskunft über den Ist-Zustand und zum anderen darüber, wie sich der Landkreis in den vergangenen Jahren entwickelt hat. So fließt in die Untersuchung beispielsweise ein, wie hoch die Geburtenrate ist, ob junge Menschen mehrheitlich zu- oder wegziehen, wie hoch die Arbeitslosigkeit und die Quote der Schulabbrecher ist, wie viele Betriebe gegründet wurden und wie hoch die Kaufkraft oder auch die Kriminalitätsrate in der Region sind.

Auf Platz eins des Rankings steht übrigens die Stadt München, gefolgt vom Landkreis München und der Stadt Ingolstadt. Schlusslicht ist der Landkreis Stendal in Sachsen-Anhalt. Laut Prognos hat sich der Abstand zwischen den Top-Standorten und den Schlusslichtern gegenüber dem Zukunftsatlas 2016 verringert. Das Feld der 401 Landkreise und kreisfreien Städte rücke erstmals seit Jahren wieder etwas näher zusammen. Gründe dafür seien der wirtschaftliche Aufschwung mit einem nahezu flächendeckenden Beschäftigungsaufbau und Rückgang der Arbeitslosigkeit sowie die hohe Zuwanderung und das Bevölkerungswachstum in zahlreichen Regionen. Gleichwohl zeige auch der Zukunftsatlas 2019 ein starkes Nord-Süd-Gefälle: 21 der 25 Top-Standorte liegen demnach in Süddeutschland.

Im Zukunftsatlas 2016 stand das Unterallgäu noch auf Rang 115. Erheblich besser schnitt es dann im vergangenen Jahr in der ebenfalls von Prognos erstellten „Großen Deutschland-Studie“ ab, die angibt, wo es sich in Deutschland am besten lebt: Der Landkreis kam dabei auf Platz 34. Doch sogar der erste Platz war schon einmal drin: 2017 wies eine Rangliste des Online-Portals finanzen100.de das Unterallgäu als die Region in Deutschland aus, in der es sich am besten leben und arbeiten lässt.

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