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Wirtschaftsweise: Teil-Lockdown kaum Auswirkungen auf Wirtschaftskraft

Ausbildung

25.10.2017

Das Vorzeigeobjekt

Im Gespräch: Schulleiter Georg Renner und der CSU-Fraktionschef im Landtag, Thomas Kreuzer (rechts).
Bild: jsto

CSU-Fraktionschef Kreuzer zeigt sich beeindruckt von Technikerschule. Der Schulleiter hat noch Wünsche

CSU-Landtagsabgeordnete haben auf einer Informationsreise nach Kaufbeuren und Memmingen Station in Mindelheim eingelegt. Dort galt ihr Interesse der Technikerschule, die zur staatlichen Berufsschule gehört.

Wirtschaftsstaatssekretär Franz Josef Pschierer war es ein besonderes Anliegen, dem CSU-Fraktionschef im Landtag, Thomas Kreuzer und den Landtagskollegen Karl Freller und Gudrun Brendel-Fischer deutlich zu machen, welche Erfolgsgeschichte da in Mindelheim geschrieben wird. Da ist er sich mit Landrat Hans-Joachim Weirather einig. Den „gordischen Knoten“ habe Burkhart Grob mit seiner Zwei-Millionen-Spende durchschlagen, sagte der Kreischef. Dazu spendierte die Firma Grob Werkmaschinen. Insgesamt kostete die Technikerschule 5,4 Millionen Euro.

Thomas Kreuzer sagte, er habe von Anfang an die Pläne für Mindelheim unterstützt. Die Sorge, die Technikerschule in Kempten könne Schüler verlieren, hat sich nicht bewahrheitet.

Der neue Schulleiter Georg Renner und sein ebenfalls neu ins Amt berufene Stellvertreter Sven Meyer-Huppmann nutzten die Gelegenheit, den Politikern Wünsche vorzutragen. So benötigten die Berufsschulen dringend Systembetreuer für die EDV-Anlagen. Für die 700 Rechner der Berufsschule Mindelheim mit ihren Standorten Bad Wörishofen und Memmingen würden Lehrkräften nur vier Stunden angerechnet, die sich um die Technik kümmerten. Das sei viel zu wenig. Als besondere Herausforderung beschrieb Renner die Digitalisierung und das Vernetzen - vom Auftrag über das Planungsbüro bis hin zur Konstruktion. Dazu werde ein pädagogisches Konzept benötigt.

Und noch etwas drückt der Schulleitung unter den Nägeln: Bei den Berufskraftfahrern und der Fahrzeugtechnik besteht weiterer Platzbedarf. Sogar im Winter müsse teilweise im Freien unterrichtet werden.

Kreuzer unterstrich, dass die Staatsregierung der beruflichen Bildung besondere Bedeutung beimesse. „Wir waren nie der Meinung, dass 80 Prozent eines Jahrganges das Abitur machen sollen“, sagte der Abgeordnete aus Kempten, um dann Sozialpädagogik oder griechische Mythologie zu studieren. Die duale Ausbildung sei eine besondere Stärke.

Angesprochen wurde auch die Leistung der Berufsschule, jungen Flüchtlingen Deutsch beizubringen. Ein junger Syrer berichtete dankbar, wie sehr die Lehrkräfte ihn motiviert hatten. Kreuzer erkannte die Erfolge an, sagte aber auch, man dürfe nicht verkennen, dass gerade die älteren Flüchtlinge ohne Schulbildung praktisch keine Chance auf dem Arbeitsmarkt hätten. Sie würden in den „Hartz-IV-Bereich“ übergehen.

Neun Milliarden Euro habe die Staatsregierung in vier Jahren für Flüchtlinge bereitgestellt. Niemandem sei deshalb etwas genommen worden, sagte Pschierer. Landrat Weirather sagte, in den vergangenen zehn Jahren seien 33 Millionen Euro in die Berufsschule investiert worden.

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