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05.07.2010

Das Wasser ist der Feind

Wie durch einen Schleier sehen die Arbeiter vom Oberen Tor auf die Maximilianstraße hinunter. Während die alte Turmspitze wiederverwendet wird, wurden die hölzernen Gauben erneuert. Stadtbaumeister Gerhard Frey ist mit dem Fortgang der Arbeiten zufrieden. Fotos: Sebastian Hofmann
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Wie durch einen Schleier sehen die Arbeiter vom Oberen Tor auf die Maximilianstraße hinunter. Während die alte Turmspitze wiederverwendet wird, wurden die hölzernen Gauben erneuert. Stadtbaumeister Gerhard Frey ist mit dem Fortgang der Arbeiten zufrieden. Fotos: Sebastian Hofmann

Mindelheim Nicht nur in der Oberen Maximilianstraße sind die Bauarbeiter derzeit fleißig am Werkeln, auch an dessen Ende, dem Oberen Turm, tut sich einiges. "Die Dachziegel waren kaputt und drohten, herunterzufallen. Deswegen haben wir uns entschlossen, den kompletten Turm am Oberen Tor zu sanieren", sagt Gerhard Frey vom Bauamt der Stadt Mindelheim. Zusammen mit Kollege Hermann Schröther ist er für die Sanierung des Turms zuständig. Die Arbeiten sollen noch bis Oktober andauern. "Weil wir den Verkehr in der Altstadt aber so wenig wie möglich behindern wollten, haben wir parallel zu den Arbeiten an der Maximilianstraße angefangen", sagt Frey. Insgesamt werden die Baumaßnahmen rund 350 000 Euro kosten.

Hauptaugenmerk der Instandsetzung liegt dabei auf dem Dach. "Einige Dachbalken mussten ausgetauscht oder verstärkt werden. Oben an der Spitze, wo immer ein wenig Wasser eindringt, war das nötig", erklärt Hermann Schröther. "Das Wasser ist der Feind." Doch nicht nur ganz oben, sondern auch am Boden haben die Bauarbeiter etwas gegen das Wasser getan. "Die Füße des Turmes wurden der Länge nach durchgesagt und Stahlplatten eingesetzt. Das verhindert, dass sich Grund-und Bodenwasser innerhalb des Gemäuers nach oben saugt", erklärt Frey.

Neue Schaltzentrale für Strom

Eine weitere Neuerung gibt es auch, sie soll die Umsetzung von Weihnachtsbeleuchtung und Märkten erleichtern. Schröther: "Die Schaltzentrale für den Strom befindet sich jetzt im Turm. Vorher mussten wir die Kabel immer aus der Imhofgasse verlegen, das geht jetzt einfacher." Bei all den Neuerungen soll der Turm aber nichts von seinem alten Antlitz verlieren. Sowohl die Dachziegel als auch die Fassade werden dem gewohnten Bild entsprechen - nur eben rundum erneuert.

Weil sich aber auch im Inneren des Turmes etwas tut, könnte dieser in Zukunft für die Öffentlichkeit beschränkt zugänglich sein. "Es ist angedacht, dass der Turm zu Führungen begehbar wird", verrät Gerhard Frey. Eine Voraussetzung wurde dafür schon geschaffen: Die Zwischendecken, die alle ein Loch für das Seil der Glocke hatten, sind geschlossen und begehbar. Den Turm dauerhaft zu öffnen, steht allerdings nicht zur Debatte. "Das wäre nicht zu verantworten." (hofse)

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