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Bad Wörishofen

22.05.2020

Das Wörishofer Wiesbächle soll wieder sichtbar werden

So harmlos sieht das Wiesbächle in normalen Zeiten aus. Bei Hochwasser jedoch könnte es gefährlich werden. Darum drehte sich eine lange Diskussion im Bad Wörishofer Stadtrat.
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So harmlos sieht das Wiesbächle in normalen Zeiten aus. Bei Hochwasser jedoch könnte es gefährlich werden. Darum drehte sich eine lange Diskussion im Bad Wörishofer Stadtrat.

Plus Das alte Pfarr- und Jugendheim weicht drei Wohnblöcken. Stadtrat sorgt sich wegen Hochwasser auf dem Gelände.

Das alte Pfarr- und Jugendheim in Bad Wörishofen wird bald abgerissen. Auf dem Gelände entstehen drei neue Wohnblöcke. Weil dort auch das Wiesbächle fließt, gab es nun Diskussionen im Bad Wörishofer Stadtrat.

Die Änderung von Bebauungsplänen stand auf der Tagesordnung der Sitzung des neuen Stadtrats, die letztmals im Kursaal stattfand, da dieser künftig wieder für andere Veranstaltungen bereitgestellt werden soll. Insgesamt ging es dabei um drei Gebiete, was eine umfangreiche Bearbeitung erforderte. Im ersten Tagesordnungspunkt musste der bestehende Plan zwischen der Gammenrieder, Oberen Mühlstraße und dem Fußweg am bisherigen Pfarr- und Jugendheim abgeändert werden. Dieses wird bald abgerissen, denn es sollen dort drei neue Wohnblöcke entstehen. Die Kirche hatte das Gebiet an einen Bauträger verkauft.

Die Voranfrage für das Projekt in Bad Wörishofen wurde bereits 2019 gestellt

Im Juni 2019 hatte dieser eine Bauvoranfrage gestellt, welcher der Bauausschuss unter der Vorgabe der Änderung des Bebauungsplanes zustimmte. Diese sollten nun vorgenommen werden.

Das Wörishofer Wiesbächle soll wieder sichtbar werden

Stadtplaner Zahner und Ingenieur Vogt vom Planungsbüro Sieber stellten das Vorhaben und die damit verbundenen Veränderungen vor. Dabei wurde deutlich, dass die Veränderungen zum bisherigen Bebauungsplan nicht besonders gravierend sind, dass es sich hier aber doch um ein recht sensibles Gebiet handelt.

Grund dafür ist das Wiesbächle, das vom Waldsee kommend hier seinen Lauf nimmt. Somit ging es in der ausführlichen Diskussion vor allem um den Hochwasserschutz in dem Bereich. Ingenieur Vogt hatte zwar dargelegt, dass bei der Planung die Vorgaben zu einem so genannten „Jahrhunderthochwasser“ berücksichtigt worden seien, doch damit konnte er offensichtlich nicht alle Räte restlos überzeugen. In der Planung ist vorgesehen, dass das beim bisherigen Pfarrjugendheim über einige hundert Meter verrohrte Bächle auf rund 20 Meter Länge westlich der geplanten drei Blöcke wieder freigelegt und naturnah gestaltet werden soll. Außerdem soll am Bächle selbst durch Abgrabungen auf einer längeren Strecke mehr Raum für das Wasser geschaffen werden. Schließlich ist auch ein kleines Mäuerchen mit etwa 30 Zentimeter Höhe an der Südgrenze als zusätzlicher Schutz vorgesehen. Dies alles sei auch mit dem Wasserwirtschaftsamt im Kempten abgestimmt, wodurch Hochwasser bei den Gebäuden ausgeschlossen sein dürfte. Dass die Stadt an dieser Stelle einem eventuellen Hochwasser, unabhängig von der neuen Bebauung, etwas entgegensetzen müsse, wurde vor nicht allzu langer Zeit deutlich, als ein Defekt am Waldseedamm für Gefahr sorgte und Schlimmeres gerade noch verhindert werden konnte. Doch hier seien Planungen für einen generellen Hochwassserschutz bereits in Vorbereitung, wurde deutlich.

Die Planungen sind eine Verbesserung für den verrohrten Bach

In der Diskussion wollte Daniel Pflügl (Grüne) zunächst Näheres zu der geplanten Abgrabung beim Wiesbächle wissen, was ergab, dass diese durchaus eine Verbesserung bringe. Thomas Vögele (FW) zeigte sich bezüglich eines Hochwassers skeptisch, konnte er sich doch daran erinnern, an dieser Stelle einst schon einmal mit dem Schlauchboot unterwegs gewesen zu sein. Ihm wäre es lieber gewesen, wenn zuerst der Hochwasserschutz dort gebaut worden wäre. Auch Wolfgang Hützler (FW) mahnte an, dass dieses Problem bald angegangen werden solle. Darüber hinaus machte er sich Gedanken, was passieren würde, falls das Gebiet südlich des Pfarrjugendheimes selbst einmal als Baugebiet in Frage käme. Ludwig Filser (ÖDP) wollte wissen, ob der Fußweg südlich des bisherigen Heimes erhalten bliebe, was ihm bestätigt wurde. Doris Hofer und auch andere zeigten sich erfreut, dass das Bächle an dieser Stelle nun wieder sichtbar gemacht werden soll. Am Ende wurden sowohl der Aufstellungsbeschluss des neuen Bebauungsplanes, als auch der Billigungs- und Auslegungsbeschluss genehmigt. Es gab allerdings auch fünf Gegenstimmen.

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