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Schule

27.07.2018

„Das Wohl der Schüler im Blick“

Auf die Grund- und Mittelschule Bad Wörishofen kommen Veränderungen zu. Ursächlich ist eine Vereinbarung aus dem Schulverbund, dem Bad Wörishofen, Türkheim und Ettringen angehören.
Bild: Markus Heinrich

Der „Schülertransfer“ zwischen den Mittelschulen wurde jetzt im Schulverbund geregelt. Nun ist klar, wie der Wechsel zwischen Bad Wörishofen und Ettringen aussehen wird.

Am Ende gelang es Schulverbandskoordinatorin Barbara Engel, eine fast schon „salomonische Lösung“ zu finden: Der Schulverbund der drei Grund- und Mittelschulen in Bad Wörishofen, Ettringen und Türkheim hat sich damit offensichtlich als effektiv erwiesen, das Problem des „Schülertransfers“ scheint jetzt geklärt zu sein.

Und das alles gehe „ohne Druck“ vonseiten der drei Schulen vonstatten, betonte Barbara Engel, die als Rektorin der Türkheimer Ludwig-Aurbacher-Grund- und Mittelschule die Fäden in der Hand hielt: Sieben Mädchen und Buben aus Bad Wörishofen werden von der Pfarrer-Kneipp-Grund- und Mittelschule im kommenden Schuljahr an die Ettringer Albert-Schweizer-Grund- und Mittelschule wechseln. Das betrifft nur die 5. Klassen.

Im Gegenzug wird die Ettringer Schule im kommenden Schuljahr vorübergehend keine 9. Klasse mehr haben. Die betroffenen zehn Schüler werden dann den Schulen in Türkheim und Bad Wörishofen zugewiesen.

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Die Gespräche mit den betroffenen Eltern werden derzeit intensiv geführt, so Barbara Engel. Gerade der Wechsel der Mädchen und Buben aus Bad Wörishofen nach Ettringen sei da gar kein Problem gewesen, so Engel. Im Gegenteil: Die Eltern hatten auf Nachfrage sogar den Wunsch geäußert, ihre Kinder künftig an der Ettringer Albert-Schweizer-Grund- und Mittelschule unterrichten zu lassen.

Die Ettringer Schule unter der Leitung von Rektorin Anna Neumayer hat einen ausgezeichneten Ruf, auch wegen ihrer modernen Ausstattung, einer schönen Schulturnhalle und der ruhigen Lage mitten im beschaulichen Ortskern von Ettringen. Auch das Angebot „9+2“ gilt als „Modellprojekt“ und nicht zuletzt loben viele Eltern das pädagogische Engagement der Ettringer Lehrer, die sich ihren Schülern in kleinen Klassen intensiv und persönlich widmen können.

Nicht ganz so einfach sei die Zuweisung der betroffenen Neuntklässler, die bislang in Ettringen die Schulbank gedrückt haben. In Bad Wörishofen können laut Barbara Engel mit den vorhandenen Schülern zwei Klassen, in Türkheim eine Klasse gebildet werden. Die zehn Schüler der Mittelschule Ettringen werden nun anderen Standorten zugewiesen. Engel: „Der Schulverbund muss mit dem zugewiesenen Stundenbudget zurechtkommen, das sich an der Budgettabelle, die für alle Mittelschulverbünde gilt, orientiert“.

Barbara Engel ist froh, jetzt diese Lösung anbieten zu können: „Wir haben immer das Wohl der Schüler vor allem anderen im Blick“, betont Engel. Dass ihr Kollege von der Bad Wörishofer Pfarrer-Kneipp-Schule, Günter Blasini, diesen „Schülertransfer“ im Vorfeld deutlich kritisiert habe, sei bei der Verbandsversammlung am Mittwochnachmittag kein Thema mehr gewesen, so Engel: „Wir haben eigentlich immer eine gute Kommunikation miteinander“. Auch diesmal sei nun eine Lösung gefunden worden, die positiv im Sinne aller Beteiligten ist, so Engel.

Das sieht auch Günter Blasini so: „Das ist für die beteiligten Schulen eine ganz gute Lösung, mit der wir alle gut arbeiten können“, sagte er gestern auf Anfrage der MZ.

Aus Sicht von Verbundkoordinatorin Barbara Engel ist der jetzt gefundene Kompromiss aber auch keine „Schwächung“ der Ettringer Schule, die ja nur vorübergehend für ein Schuljahr keine Abschlussklasse habe. Vielmehr sieht Barbara Engel den Schulstandort Ettringen jetzt sogar langfristig gestärkt. Die Wörishofer Schüler sollen bis zum Schulabschluss in Ettringen bleiben. Der Schulverbund der Grund- und Mittelschulen in Bad Wörishofen, Ettringen und Türkheim war im Jahr 2009 gegründet worden. Ziel der Mittelschulverbünde ist es, gemeinsam ein Angebot für Schüler zu machen (Mittlere-Reife-Zug, Ganztagesangebot sowie Berufsorientierung). Barbara Engel: „Die Schulen unterstützen sich hier gegenseitig. Dazu wurden Kooperationsverträge geschlossen“.

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