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Erfolgreiche Sanierung

16.04.2011

Das musikalische Herz der Pfarrkirche St. Michael schlägt wieder

Über die Orgelsanierung freut sich natürlich die gesamte Marktgemeinde Dirlewang. Ortspfarrer Pater Eli, Pfarrgemeinderatsvorsitzende Ursula Henle und Kirchenpfleger Max Henle sind jedoch besonders froh und stolz über die gelungene Innensanierung der Pfarrkirche.
Bild: Foto: müsa

Die Dirlewanger Orgel wurde generalüberholt

Dirlewang Wenn Organist Ludwig Salger die Orgel in der Dirlewanger Pfarrkirche St. Michael erklingen lässt, dann sorgt er bei den Zuhörern für Gänsehaut pur. Davon konnte man sich beim feierlichen Einweihungsgottesdienst selbst überzeugen, den Pater Stefan Kling, Prämonstratenser aus Roggenburg und amtlicher Orgelsachverständiger im Bistum Augsburg gemeinsam mit dem Ortspfarrer Pater Eli zelebriert hat. Die musikalische Gestaltung wurde vom Kirchenchor unter der Leitung von Dr. Gerhard Laxgang und Organist Ludwig Salger übernommen.

Im vergangenen Jahr wurde das Dirlewanger Gotteshaus aufwendig innenrenoviert, die Generalreinigung, Reparatur und Instandsetzung der Orgel sowie der Holzwurmbefall im Innenraum der Kirche mussten allerdings noch warten. Jetzt konnten endlich die letzten notwendigen Maßnahmen beendet und das Mammutprojekt „Innenrenovierung der Pfarrkirche“ erfolgreich abgeschlossen werden. Die Kirche erstrahlt nun wieder in neuem Glanz.

„Die letzte Orgelrenovierung fand 1964 unter dem damaligen Pfarrer Dekan Adolf Bräckle statt,“ erläuterte Kirchenpfleger Max Henle. In dieser Zeit hatte sich eine große Menge Staub und Dreck in der Orgel angesammelt. Zur Reinigung mussten sämtliche Pfeifen entfernt werden. Nach der Holzwurmbekämpfung wurden die Holzpfeifen trocken sauber gemacht und die Metallpfeifen nass gereinigt. Auch der Blasbalg wurde generalüberholt. Der Orgelbauer Andreas Offner aus Kissing hat sich dieser großen Aufgabe angenommen und in vielen Einzelschritten das musikalische Herz der Pfarrkirche wieder zum Schlagen gebracht.

Das musikalische Herz der Pfarrkirche St. Michael schlägt wieder

„Obwohl Dirlewang mit Johann-Georg Hörterich einen berühmten Orgelbauer besaß, lässt sich unsere Orgel nicht auf ihn zurückführen“, erzählte Henle. Sie wurde viel später, in den Jahren 1913/14 von Julius Schwarzbauer aus Mindelheim gebaut. Das neubarocke Gehäuse und die Ornamente erhielt die Orgel von Anton Hörmann aus Babenhausen.

Die Kosten für die Orgelsanierung beziffert Kirchenpfleger Henle auf 25 146 Euro. Die Marktgemeinde Dirlewang erteilte einen Zuschuss in Höhe von 7000 Euro, der Schul-, Kultur- und Sportausschuss des Landkreises Unterallgäu steuerte 3000 Euro bei und etwa 16000 Euro kamen bei den zahlreichen Spenden durch Aktionen der vielen Dirlewanger Vereine und aus privaten Geldern zusammen.

„Ohne die vielen großen und kleinen Spenden hätten wir die Dirlewanger Orgel nicht wieder in so einen wunderbaren Zustand versetzen können“, bedankte sich die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Ursula Henle. „Gemeinsam haben wir das fast Unmögliche möglich gemacht“, fügte Kirchenpfleger Max Henle nicht ohne Stolz hinzu.

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