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19.06.2009

Dem Darmkrebs ein Schnippchen schlagen

Mindelheim Rund 2000 Kreisbürger haben das Angebot der Kreiskliniken angenommen, und sich beim 1.GastroForum anlässlich des Darmkrebstages in Mindelheim und Ottobeuren grundlegend über Darmkrebs informiert. Chefarzt Dr. Christof Weitzel, Internist und Gastroenterologe, war mit dem Besuch zufrieden, denn gerade bei Darmkrebs rette Vorsorge Leben.

Landrat Hans-Joachim Weirather als Schirmherr sah dann auch in seinem Grußwort den Patienten im Mittelpunkt. "Es geht um Sie", sagte er und stellte "leicht beunruhigt" fest, dass er mit nun 50 Jahren auch schon zu der Risikogruppe gehöre.

Weirather stellte weiter die interdisziplinäre Zusammenarbeit in diesem Bereich hervor, nicht nur innerhalb der Kliniken, sondern auch mit den niedergelassenen Ärzten. Der Kreis werde alles tun, den Bürgern eine optimale Krankenhausversorgung vor Ort zu garantieren, so der Landrat weiter. Deshalb habe man nach dem Ausscheiden von Dr. Krüger die Stelle mit zwei neuen Chefärzten mit zwei medizinischen Schwerpunkten besetzt.

Wie wichtig die Kooperation zwischen Ärzten, Fachärzten und Krankenhaus ist, wurde auch an der Besetzung des Podiums deutlich. Dort saßen auch die beiden Mindelheimer Internisten Dr. Böck und Dr. Neff.

Dem Darmkrebs ein Schnippchen schlagen

Die erste Vortragsreihe in Mindelheim verfolgten immerhin 400 interessierte Bürger. Was waren die meist gestellten Fragen?

l In welchen Abständen ist eine Darmspiegelung notwendig, wenn man zwar Polypen aber ansonsten einen unauffälligen Befund hatte? Dazu Dr. Weitzel: "In diesem Falle sollte man in einem Zeitraum von drei und fünf Jahren die Darmspiegelung wiederholen. Bei einem absolut negativen Befund reicht eine Zeitspanne von bis zu zehn Jahren.

l Sollte man eine Darmspiegelung vornehmen, wenn man Blut im Stuhl findet? Dr. Weitzel: "Unbedingt, es sei denn, es gibt eine andere bekannte Blutungsquelle".

l Folgt einer Darm-OP immer ein künstlicher Ausgang? Dr. Weitzel: "Heute nur noch sehr selten. Es kann sein, dass man für eine kurze Zeit einen künstlichen Ausgang anlegen muss."

l Wie kann man gegen Darmkrebs vorbeugen? Dr. Weitzel: Ballaststoffreich Essen, nicht Rauchen und körperliche Bewegung. Regelmäßig Obst essen und Übergewicht reduzieren."

Die Besucher des GastroForum konnten sich auch noch im Foyer mit Endoskopiegeräten vertraut machen, sich beraten lassen und bei einem Quiz das Gelernte gleich verwenden. Und auch hier wurde nochmals dringend darauf hingewiesen, dass eine Darmspiegelung unbedingt ab dem 55. Lebensjahr vorgenommen werden muss, weil eben mit zunehmendem Alter die Gefahr, an Darmkrebs zu erkranken, steigt.

Im Mittelpunkt des Interesses stand natürlich, wie Dr. Weitzel abschließend bestätigte, der begehbare Darm, der nicht zu übersehen, vor dem Forum aufgeblasen wurde und den Betrachter recht deutlich die Polypen, die den Tod bringen können, zeigte. Dr. Weitzel denkt übrigens schon an das nächste Forum. Hier sollen dann die Ärzte über neue Formen der Diagnostik angesprochen werden.

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