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19.06.2009

Der 17. Juni ist für Buchloe wieder ein Feiertag

Buchloe (cg, m.he) - Nach der Bekanntgabe der Entscheidung für ein Gymnasium in Buchloe wurde in der Türkheimer Nachbarstadt gefeiert. Die Stadträte wurden zu einer spontanen Sondersitzung zusammengetrommelt, bei der große Worte gesucht und gefunden wurden. "In Buchloe wird der 17. Juni wieder ein Feiertag", sagte Bürgermeister Josef Schweinberger. Von 1953 bis 1990 war der 17. Juni ein bundesweiter Feiertag, der 17. Juni war es auch, an dem die Entscheidung für ein Gymnasium in Buchloe bekannt gegeben wurde.

Als Schweinberger verkündete "Jawohl, wir bekommen ein Gymnasium", brandete minutenlanger Applaus auf. Das Stadtoberhaupt betonte mehrmals, dass dieser Erfolg eine Gemeinschaftsleistung vieler sei. Namentlich nannte er Doris Ballon, Vorsitzende des Fördervereins Gymnasium Buchloe, außerdem die Landtagsabgeordneten Angelika Schorer ( CSU) und Dr. Paul Wengert ( SPD), die VG-Bürgermeister und Landrat Johann Fleschhut. Aus dem Internet hatte sich Schweinberger die Artikel der Tageszeitungen aus dem Ost- und Unterallgäu ausgedruckt. Bei der zitierten Aussage von Finanzstaatssekretär Franz Pschierer, es werde nun Aufgabe der Kommunalpolitik in Buchloe sein, für den erforderlichen Bevölkerungszuwachs zu sorgen, brach im Sitzungssaal lautes Gelächter aus. Rudolf Grieb (UBI) sagte, dass man im Unterallgäu versucht habe, "uns mundtot zu machen, uns das Denken zu verbieten". Er packte seine Gitarre aus und alle Stadträte und Gäste stimmten in das Lied "Die Gedanken sind frei" ein.

Über die "Jahrhundertentscheidung" jubelte Landrat Johann Fleschhut. "Es ist natürlich eine unheimliche Freude, wenn man nach so langer, kämpferischer Zeit, in der zwischenzeitlich schon eine Absage erteilt wurde, das Spiel noch einmal drehen konnte." Er empfinde einfach nur Freude über diese "wegweisende Entscheidung für den nördlichen Landkreis und sein Zentrum Buchloe". Doris Ballon gab aber auch zu bedenken: "Erst, wenn das Gymnasium steht, ist unsere Aufgabe erfüllt und wir haben richtig Grund zum Feiern."

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