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Der Flexibus hat eine Chance verdient

Maximilian Kramer
Kommentar Von Max Kramer
19.12.2019

Warum unser Autor Max Kramer glaubt, dass der Flexibus eine Chance für das Unterallgäu ist - und selbst eine verdient hat.

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Das hat gute Gründe und betrifft fast jeden wichtigen Bereich des Lebens. Mobilität zählt selbstverständlich dazu. Auch bis vor gut einem Jahr, als der Flexibus eingeführt wurde, waren die meisten Menschen im Unterallgäu mobil – durch ein eigenes Fahrzeug oder oft auch dank eines Verwandten oder Bekannten, der sich als Chauffeur angeboten hat. Die öffentlichen Verkehrsmittel beschränkten sich dagegen gerade in kleineren Ortschaften oft auf den Schulbus, der zu festgelegten Zeiten einmal morgens und einmal nachmittags hielt. Sieht so flexible Mobilität im 21. Jahrhundert aus? Sicher nicht.

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Der Flexibus ist deshalb für die Region eine Chance und hat eine solche auch verdient – allen lästigen Anbindungsproblemen zum Trotz. Das System bietet allen die Möglichkeit, sich eigenständig, umweltschonend und zu einem überschaubaren Preis in der Region zu bewegen. Das bedeutet vor allem für ältere und behinderte Menschen mehr Mobilität, mehr Freiheit, und damit auch: mehr Würde. Das Unterallgäu braucht jetzt, mitten im demografischen Wandel, im wahrsten Sinne fortschrittliche Mobilitätskonzepte – und das ist der Flexibus. Ein Allheilmittel in Sachen Mobilität gibt es nicht. Daran wird sich das Gewohnheitstier Mensch schlicht gewöhnen müssen.

Warum die Ernüchterung nach der Einführung des Flexibusses nun groß ist, lesen Sie hier:

Der Flexibus startet im Unterallgäu stotternd

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