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Der Kampf mit dem ",00" an der Tankstelle

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Kommentar Von Alf Geiger
27.08.2019

Ist Tanken auch eine Generationenfrage? Unser Autor erinnert sich an einen lange gepflegten Kampf mit Cent-, pardon, Pfennig-Beträgen an der Zapfsäule.

Ja, diese Situation kennt wohl jede und jeder, der älter als 18 Jahre ist und mit seinem Auto an der Tankstelle steht: Rein mit dem Stutzen und vollgetankt. So weit, so normal – und altersunabhängig.

Ich behaupte aber: Nur Menschen meiner Generation sind in diesem Moment noch lange nicht fertig! Denn wer jetzt den Tankstutzen einfach so rauszieht, den Tankdeckel schließt, seine EC-Karte zückt, seine PIN-Nummer eintippt und davonsaust – der hat wohl schon immer und nur mit der Scheckkarte bezahlt. Und nicht, wie wir „Älteren“, noch mit gutem, alten Bargeld.

Denn dafür musste der Betrag auf den Pfennig – Pardon: Cent – genau passen. Also nicht 19,99 und schon gar nicht 20,01 Mark/Euro. Sondern eben 20,00 Mark/Euro. Wer will denn dem Tankwart schon was schenken? Oder eine Handvoll Kleingeld einstecken müssen, die dann den Geldbeutel fast platzen lässt (denn nur in den seltensten Fällen drückten die Tankwarte ein Auge zu und beließen es gnädigerweise beim geraden 20-Mark/Euro-Betrag...).

Gut, inzwischen tanke ich auch fast ausschließlich mit der EC-Karte. Ist ja auch viel einfacher und praktischer. Aber: Meine ,00-Schwäche habe ich nicht abgelegt – und das wird auch nix mehr in diesem Leben. Jedesmal taste und zittere ich mich mit dem Abzug des Tankstutzens auf den runden Betrag hin. Noch ein bisserl, noch ein bisserl, noch... Mist, wieder drüber. Also, dann eben auf ein Fuffzgerl genau. Noch ein bisserl, noch ein bisserl...irgendwann bin ich dann bei ,00 und zufrieden. Die (jungen) EC-Karten-Zahler werden jetzt den Kopf schütteln – die (älteren) Barzahler werden wissen, was ich meine...

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