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Türkheim

17.02.2020

Der Langweidbach soll wieder „lebendig“ werden

Auch für die Türkheimer Fischer ist die Sanierung des Langweidbachs eine Herzensangelegenheit. Vereinsvorsitzender Stefan Gaschler vom Fischereiverein zeigt eine der Stellen, wo der Bach in einem Rohr verschwindet.
Bild: Alf Geiger

Plus Der Langweidbach zwischen Türkheim und Ettringen soll an einigen Stellen renaturiert werden. Wie viel Geld die Grünen-Fraktion für ein Konzept fordert.

Der Langweidbach zwischen Waltermühle Auslauf und Ortsrand Türkheim im Süden und nach dem Austritt aus Türkheim im Norden bis zur Gemeindegrenze bei Ettringen soll an einigen Stellen renaturiert werden.

Das fordert die Grünen-Fraktion und hat für die Sitzung am Mittwoch den Antrag gestellt, dass der Gemeinderat noch für dieses Jahr 10.000 Euro zur Verfügung stellt, um ein entsprechendes Gewässerentwicklungskonzept für den Langweidbach auf Türkheimer Flur zu erstellen.

Die gesetzliche Grundlage des Grünen-Antrages ist die Europäische Wasserrahmenrichtlinie, die vorschreibt, dass bis spätestens zum Jahr 2027 alle Gewässer und ihr Umfeld in einem guten Zustand sein müssen. Dies gelte auch für die sogenannten „Gewässer 3. Ordnung“, die in der Verantwortung der Gemeinde liegen, so die Gemeinderäte Gudrun Kissinger-Schneider und Rudolf Mendle.

Der Langweidbach soll wieder „lebendig“ werden

Lebendige Bäche erhöhen die Lebensqualität, sagen die Grünen

Ein Gewässer 3. Ordnung in Türkheim sei demnach der Langweidbach, der sich über weite Strecken in einem kanalisierten Zustand ohne Strömungsvielfalt befinde.

Für diesen Bach sei es „dringend notwendig“ ein Gewässerentwicklungskonzept zu erarbeiten, so die Grünen. Lebendige Bäche würden das Ortsbild ästhetisch aufwerten und die Lebensqualität in der Gemeinde erhöhen.

Die Erstellung eines Gewässerentwicklungskonzepts und dessen Umsetzung bedürfe einer vorausschauenden Planung und einer zeitlichen Strukturierung.

Darin enthalten sei eine Bestandsaufnahme der Ist-Situation bzgl. Gewässergüte, Flora und Fauna im Gewässer und am Uferrandstreifen. Dann das Erörtern von Möglichkeiten, um den Bachverlauf und die Uferbereiche in einen naturnahen Zustand entwickeln zu können. Dazu die Ausarbeitung eines Maßnahmenkatalogs mit Anliegern, den Fischereiberechtigten und Behörden. Für all diese Aufgaben müssen Fachleute (Biologen, Planungsbüro) beauftragt werden, was mit einem finanziellen Aufwand verbunden ist, heißt es in dem Grünen-Antrag. Ein fester Ansprechpartner mit einem Zeitkontingent in der Marktgemeinde sei für die Koordinierung sinnvoll. Deshalb beantragen die Grünen für das Haushaltsjahr 2020 eine Summe von vorläufig 10.000 Euro in den Investitionsplan einzustellen, um die nötigen Schritte zu einem Gewässerentwicklungskonzept für den Langweidbach zu ermöglichen.

Das Konzept könne mit bis zu 75 Prozent der Kosten finanziell gefördert werden.

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