Jubiläum

09.11.2017

Der Nachwuchs glänzt

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Dirigenten-Trio (von links): Nicole Simon, Philipp Kufner und Carina Wachter.

Das Bezirksjugendblasorchester lässt beim 25. Galakonzert in Bad Wörishofen Schweres souverän leicht aussehen

Den Spagat zwischen schwierigen Trainingsstunden und der Leichtigkeit des Seins haben sie inzwischen exakt drauf. Die 65 Musikerinnen und Musiker des Bezirksjugendblasorchesters (BJBO) zeigten sich bei ihrem 25. Galakonzert in Bad Wörishofen konzentriert und souverän locker zugleich. In Vorahnung eines erfolgreichen Abends stand Andreas Schuster, dem Vorsitzenden des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes (ASM), bereits bei der Begrüßung der Gäste im voll besetzten Kurtheater die Freude ins Gesicht geschrieben. Eine enorme Weiterentwicklung der Truppe war bei jedem Stück des abwechslungsreich zusammengestellten Programms deutlich erkennbar.

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Jan Van der Roosts aufsteigende Fanfare „Jubilus“ –vom Komponisten mit herrlich klingender Lyrik ausgestattet – eignete sich hervorragend als Eröffnungstitel und ging gleich unter die Haut. Ob höchste Dramatik – wie bei „Pompeji“ – oder temperamentvolle Exotik wie bei „Second Suite for Band“ gefordert war: Durch den harmonischen Klang der zahlreichen unterschiedlichen Instrumente wurde aus jeder Komposition – interpretiert mit gekonnten Soli – absoluter Hörgenuss. Das Klarinetten-Spiel von Julia Gleich bedarf dabei eines extra Kompliments.

Umrahmt von pfiffiger Entertainment-Moderation durch Max Moser, Florian Schneider, Cornelia Bosch, Marcel Schmid, Richard Trommer, Rainer Goldberg und Julia Hofmann, bekam der zweite Teil eine besonders unterhaltsame Note, denn beim Medley „Moulin Rouge“ schwebte Weltstadtatmosphäre von Paris nach Bad Wörishofen. Das bewusst witzig „schlechte“ Französisch von Max Moser und ein perfektes Musette-Akkordeonspiel von Gabi Bosch machten den Seine-Spaziergang zum höchsten Vergnügen. Mit bemerkenswertem Charisma, Schwung und äußerstem Einfühlungsvermögen dirigierte Philipp Kufner das Orchester durch das anspruchsvolle Programm.

Auch die von ihm eigens gecoachten Dirigentinnen Carina Wachter und Nicole Simon hatten bei „Pompeji“, „Der Zauberer von Oz“ und mit fantastischen Zugaben Gelegenheit, ihr beachtliches Talent und das erlernte Können unter Beweis zu stellen. Mit der Bestätigung, dass sie es „bravourös gemeistert“ haben, gesellte sich Kufner unter tosendem Applaus des Publikums strahlend in die Mitte der beiden Protagonistinnen. (thess)

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