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Schule

24.07.2015

Der Toni und der Herbert gehen leider für immer nach Haus

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3 Bilder
Zum Abschied der beiden Schulleiter gab es ein buntes Festprogramm. Die jüngsten Schüler tanzten zu volkstümlicher Musik.

Rektor Anton Sonntag und Konrektor Herbert Gutser in den Ruhestand verabschiedet

Mehr als zwei Stunden Lobreden sowie kreative Einlagen der Schüler bei der Verabschiedung zeigen, dass sich Konrektor Herbert Gutsers Wunsch erfüllt hat: Die Schüler sind nicht froh, dass die beiden „Betonköpfe“ nach Hause gehen, sondern wehmütig sagen: „Der Toni und der Herbert gehen leider für immer nach Haus.“

Amüsant gereimt trug Gutser seine Abschiedsworte vor. Hier verabschiedete sich ein echtes Kirchheimer „Original“, das nicht nur wegen seiner lockeren Sprüche und seines Humors bei Schülern, Eltern und Kollegen gleichermaßen beliebt ist. „40 Jahre war er absolut stabil im Dienst“, wie es Schulrat Thomas Schulze ausdrückte. Er verglich ihn mit einem „gut verwurzelten Baum“, dessen Äste nun „in neue Lebensbereiche wachsen“ können. Einen Eindruck von der Atmosphäre, die Gutser zu schaffen wusste, vermittelten die Schülerinnen Sonja Trommer und Lorena Wohllaib: Sie überreichten ihm ein selbst gebasteltes Buch mit seinen lustigsten Sprüchen und zitierten einige davon, was große Heiterkeit auslöste.

Auch bei den Reden für den Rektor „Toni“ Sonntag merkt man allen an, dass sie ihn nicht gerne gehen lassen. Kirchheims Bürgermeister Hermann Lochbrunner, der auch als Schulverbandsvorsitzender sprach, zog einen Vergleich zu Vereinen, bei denen ein Vorstand doch auch nicht gehen dürfe, solange kein Nachfolger da sei und wollte ihn augenzwinkernd zum Bleiben überreden. Der spontane Applaus zeigte deutlich: Dagegen hätte niemand etwas einzuwenden!

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In den zahlreichen weiteren Dankes- und Lobreden tauchte häufig das Wort „Wertschätzung“ auf und man gewann den Eindruck, dass es eben diese wertschätzende Art untereinander und mit Kollegen, Eltern und Schülern ist, die die beiden Bald-Pensionäre zu einem solch guten Team gemacht hat.

Das abschließend von allen gesungene Lied war eine treffende Zusammenfassung des Vormittags:

„Auf Wiederseh’n, auf Wiederseh’n/mit euch war’s immer schön/ auf Wiederseh’n, auf Wiederseh’n/ wir lassen Euch nicht gerne geh’n/ Auf Wiederseh’n und Dankeschön/ wir wünschen schöne Zeit./Gesundheit, Glück und ganz viel Freud/ sei stets an Eurer Seit’!“.

Und dazu winkten die Schülerinnen und Schüler mit bunten Taschentüchern. (cabr)

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