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Bad Wörishofen

12.02.2020

Der lange Weg zum Mansfield-Platz

Der Autorin Katherine Mansfield wird ein Platz im Heilbad gewidmet.
Bild: mz

Plus  „Eine gebührende Ehre“, findet Michael Scharpf vom Verschönerungsverein.

Um die Namensgebung für den künftigen Katherine-Mansfield-Platz, die heutige Pescatore-Kreuzung, ist eine Debatte in Gang gekommen. Es geht um die Frage, wer denn nun die Idee dazu hatte. Die Verwaltung, wie von der Verwaltung dargestellt? Michael Scharpf vom Verschönerungverein, wie Doris Hofer (Grüne) und Stefan Welzel (CSU) korrigierend einwarfen? Oder Marie Luise Ludl, Regine Glöckner, Ingrid Theimer und Alexandra Wiedemann samt gut 30 Unterzeichner einer Petition ans Rathaus, wie Ludl nun sagte?

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Deren Appell habe auch er damals unterzeichnet, sagte am Dienstag Michael Scharpf. Ludl habe „völlig Recht, wenn sie für sich und den genannten Personenkreis reklamiert, bereits 2015 bei der Stadt beantragt zu haben, Straßen oder Plätze nach berühmten Persönlichkeiten mit Wörishofen-Bezug zu benennen.“ Damals ging es etwa um Mansfield, Fassbinder und Seefried.

Kein Widerspruch der Vorschläge, findet Scharpf

Dass Hofer im Bauausschuss gesagt habe, dass der Vorschlag, den Platz nach Katherine Mansfield zu benennen, von ihm kam, stehe dazu keinesfalls im Widerspruch, betont Scharpf. „Anlässlich der bedeutsamen Tagung der Katherine-Mansfield-Society im März 2020 kam mir zunächst der Gedanke, dies zum Anlass zu nehmen und an den einstigen Unterkünften, der Pension Müller und der Villa Brechenmacher, heute Lebensmittel-Hofmann, eigentlich längst überfällige Gedenktafeln oder eine Infostele anzubringen“, sagt Scharpf. Zweiter Bürgermeister Stefan Welzel habe ja bereits bei der Beratung über den Neubau der Wohnungsgenossenschaft angeregt, bei der Gestaltung des Geländes einen Bezug zur Autorin Mansfield herzustellen. „Daraufhin kam bis zum heutigen Tag weder von Seiten der Stadt noch der Wohnungsgenossenschaft etwas, somit hat es halt nun der Verschönerungsverein in die Hand genommen“, schildert Scharpf. Die Wohnanlage hatte die Genossenschaft in Wohnpark Mansfield benannt.

Der Verschönerungsverein hat schon im Kurpark Zeichen gesetzt

Zunächst habe er den Bahnhofplatz für eine Umbenennung im Sinn gehabt, sagt Scharpf. Dort gebe es ohnehin „eine Doppelung und Verwechslungsgefahr zur Bahnhofstraße“. Die Idee habe er aber wieder verworfen, weil sich dadurch auch die Adressen der Anwohner geändert hätten. An der Pescatore-Kreuzung sei das nicht der Fall, deshalb habe er „meine Gedanken bei einem Termin im Büro von Frau Nocker ausgebreitet“. Auch vom Ordnungsamt seien keine Bedenken gekommen, so Scharpf sinngemäß.

„An diesem Vorschlag konnte nun Bürgermeister Gruschka eigentlich nicht mehr vorbei, hatte er doch noch in der Bürgerversammlung 2018 auf Nachfrage von Regine Glöckner abgewiegelt“, so Scharpf. Man könne einmal vergebene Straßennamen nicht einfach ändern, da sei Ärger vorprogrammiert, so stand es damals in der MZ zu lesen. Bei neuen Straßen sei das kein Problem.

„Als Vorsitzender des Verschönerungsvereins freue ich mich jedenfalls, nachdem wir bereits das Mansfield-Denkmal im Kurpark gestiftet hatten, nun mit den Gedenktafeln und der Platzbenennung der weltberühmten Autorin die gebührende Ehrung erweisen zu können“, sagt Scharpf. Auch die von Scharpf mit zahlreichen historischen Fotos mitgestaltete Ausstellung von 2018 werde zu sehen sein.

Am 23. März hält Scharpf zudem um 16 Uhr im Kurtheater seinen nun ergänzten und erweiterten Vortrag zu „Katherine Mansfield und Wörishofen 1909“. (m.he)

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