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Mindelheim

20.11.2018

Der leidige Verkehr rund ums Maristenkolleg

Der Verkehr rund ums Maristenkolleg in Mindelheim macht immer wieder Probleme.
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Der Verkehr rund ums Maristenkolleg in Mindelheim macht immer wieder Probleme.
Bild: Unfried

Tobias Hötzel hat Ideen für den Verkehr rund ums Maristenkolleg. Aber im Mindelheimer Rathaus kommt er nicht weiter.

Tobias Hötzel ist nicht nur einstiger Schüler des Maristenkollegs, nach seinem Studium im München wohnt er mittlerweile auch wieder in Mindelheim, in unmittelbarer Nähe zum Areal am Champagnatplatz. Schon länger beobachtet er dort den Verkehr und das Verhalten der Autofahrer, der Radfahrer, aber auch der Fußgänger. Hötzel selbst hat Architektur studiert, sich darin mit der Thematik Städtebau befasst. In seinen Augen muss dringend gehandelt werden, muss dieser Verkehrsknotenpunkt Mindelheims mit seiner prekären Parksituation neu geplant und entzerrt werden.

Denn nach Inbetriebnahme sowohl des neuen Berufsschulwohnheimes als auch des neuen Kindergartens werde sich das Verkehrsaufkommen an den Schulen zu Spitzenzeiten deutlich steigern, ist Hötzel überzeugt. Hötzel sprach auf Einladung der Mindelheimer Bürgergemeinschaft (MBG) in der TSV-Sportgaststätte.

Im Herbst des vergangenen Jahres hatte die Stadt Mindelheim das „Dauerbrenner“-Thema Maristen-Areal zum Inhalt einer Anliegerversammlung gemacht. Andreas Bergmann von der Münchner Planungsgesellschaft „Stadt – Land – Verkehr“ hatte den anwesenden Anliegern darin nicht nur Analysen der derzeitigen Lage präsentiert, sondern auch Verbesserungsvorschläge unterbreitet (Lesen Sie hier dazu mehr: Wie kann man den (Verkehrs-)Knoten lösen? ) . Handlungsbedarf habe man erkannt, hatte Bürgermeister Stephan Winter damals gesagt.

Die Pläne für das Mindelheimer Maristenkolleg seien in der Schublade verschwunden, kritisiert Hötzel

Passiert sei aber seither nichts mehr, kritisierte Hötzel. „Die Pläne sind in der Schublade verschwunden“, konstatierte er. Er habe anschließend die Bitte ans Rathaus gerichtet, man möge ihm das Konzept zukommen lassen. Doch ohne Erfolg. „Bis heute habe ich es nicht erhalten“, sagt Hötzel. Dann habe er sich selbst mit der Thematik befasst, sich als Städteplaner versucht und Möglichkeiten der Umgestaltung ausgearbeitet. Kernpunkte seines Papiers: Alles dafür planen, dass kein Verkehr rund ums Maristen-Areal entsteht, den Verkehr erst gar nicht in den angrenzenden Mühlweg einfahren lassen, das Schulwerk an der Kaufbeurer Straße zur Erschließung von Parkraum heranziehen und: den Nutzern und zukünftigen Bewohnern des WBG-Areals ausschließlich Parken auf deren Grundstück zu ermöglichen.

Auf der Mindelheimer Schwabenwiese sollen die Autos geordneter parken - dank Linien

Auch die Neugestaltung der Schwabenwiese ist in Tobias Hötzels Überlegungen mit einbezogen. Dort möchte er geordnetes Parken durch aufgezeichnete Linien erreichen, ebenfalls gehören für ihn dort befestigte Wege zum Konzept. Um der Lärmbelästigung, hervorgerufen durch Publikumsverkehr auf der Schwabenwiese, Einhalt zu gebieten, könnte sich Hötzel eine Sperrung der Wiese von 22 bis 5 Uhr vorstellen, analog zur Mindelburg. Ganz klar kämen die Städteplaner nicht um eine neue Verkehrsführung ums Maristen-Areal herum, sagt er. Es gäbe genügend Denkanstöße, um Verbesserungen zu erzielen. Rückendeckung erhielt Tobias Hötzel von Michael Gerle. Der Vorsitzende der MBG und Mitglied des Stadtrates erklärte, dass auch kein Ratsmitglied die Unterlagen aus der Anliegerversammlung bisher erhalten habe. Er könne nur hoffen, dass es jetzt in der Stadt dennoch weitergehe. „Je mehr Zeit vergeht, desto weniger Spielraum haben wir für etwaige Beschlussfassungen“, folgert Gerle, der zudem befürchtet, eine fertige Planung des Bauamts vorgelegt zu bekommen. Mitgestaltung durch den Stadtrat wäre dann wohl kaum mehr möglich.

Seit einiger Zeit fährt auch eine neue Buslinie zum Mindeheimer Maristenkolleg. Hier lesen Sie dazu mehr.

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