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15.04.2017

Der ungeliebte Funkmast

Oberrieden will keinen Funkmasten am Ortsrand.
Bild: Bernhard Weizenegger

Oberrieden schafft Fakten, die die Pläne vereiteln sollen. Was genau die Gemeinde plant.

Nach Widerstand aus der Bevölkerung gegen einen geplanten Funkmasten im Osten Oberriedens hat nun der Gemeinderat Fakten geschaffen, die das Projekt verhindern sollen. Wie berichtet, beabsichtigt die Deutsche Funkturm GmbH aus München den Bau eines Schleuderbetonmastes. Das lehnte der Gemeinderat nicht nur einstimmig ab. Er leitete auch Schritte ein, das Gebiet als neues Baugebiet für Wohnhäuser auszuweisen.

Zwei Gründe für das Nein des Gemeinderates wurden ins Feld geführt. Der geplante Standort liege zu nahe an den Wohnhäusern. Und: Oberrieden will sich durch diesen Bau nicht in seiner Entwicklung einschränken. Das Gebiet Richtung Osten könnte für eine künftige Wohnbebauung infrage kommen. Im Vorfeld hatte es ein Treffen der Gemeinde mit der Telekom gegeben. Die Telekom sucht nach Alternativstandorten und will weitere Messungen vornehmen. Allerdings verstrich die gesetzte Frist zum 1. April, ohne dass die Telekom sich bei der Gemeinde wieder gemeldet hätte.

Nach MZ-Informationen will der Grundstückseigentümer aus seinem mit der Telekom geschlossenen Vertrag wieder aussteigen. Gegen den Willen der Bevölkerung möchte er nicht bauen lassen. Anwohner, die den Funkmasten vor allem aus optischen Gründen ablehnen, hatten rund hundert Unterschriften gesammelt. Zu Jahresbeginn waren Pläne der Deutschen Funkturm GmbH bekannt geworden, am Kalvarienbergweg einen 25 Meter hohen Schleuderbetonmast zu errichten. Dieser sollte mit einer Plattform und 4,85 Meter großem Stahlaufsatz auf der Flurnummer 270 entstehen.

Der Gemeinderat lehnte die Pläne von Anfang an ab. Jetzt beschloss der Gemeinderat eine Änderung des Flächennutzungsplanes für den in Aufstellung befindlichen Bebauungsplan „Kalvarienbergweg Ost“. Demnach soll das Gebiet zur Schaffung von Wohnbauflächen herangezogen werden. Darunter fällt auch die Flurnummer 270. Erlassen wurde auch eine Veränderungssperre. Diese soll verhindern, dass der Funkmast doch noch errichtet werden kann.

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