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Natur in Oberauerbach

01.05.2016

Die Bienenfreundin mit den schillernden Farben

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Bayerns Blume des Jahres.
Bild: Franz Issing

Warum in einer Gärtnerei in Oberauerbach einer waschechten Fränkin gehuldigt wurde.

Sie ist eine waschechte Fränkin und erblickte in einem Gewächshaus der Bayerischen Landesanstalt für Obst- und Gartenbau in Veitshöchheim das Licht der Welt. Inzwischen blüht „BeeDance“ auch in vielen grünen Paradiesen in Schwaben. Die Gärtner im Freistaat wählten die Neuzüchtung, deren Blüten je nach Witterung in den verschiedensten Rot- und Gelbtönen leuchten zur „Pflanze des Jahres“. Sie ist nicht nur hübsch anzusehen, ihre Blüten sind für Bienen unwiderstehlich.

An der Aktion beteiligten sich etwa 300 Mitgliedsbetriebe des Bayerischen Gärtnereiverbandes. Mit rosafarbenem Sekt nahm Bundestagsabgeordneter Stephan Stracke ganz stilecht im „Blumen- und Gartenparadies Häntsche“ in Oberauerbach die Taufe der „geadelten“ Beet- und Balkonpflanze aus der Gattung „Bidens“ vor. In den Gärtnereien wird sie auch unter dem Namen „Willis Bienparty“ verkauft. „Weil Immen, Schmetterlinge und andere nützliche Insekten gerne auf sie fliegen“, klärten Experten bei der Blumentaufe auf.

Die Präsentation des neuen „Stars“ unter den blühenden Schönen erwies sich auch als Magnet für Gartenfreunde, Ehrengäste, Mitarbeiter und Kunden der Gärtnerei Häntsche, die in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen feiert. „Willis Bienparty“ zog alle Blicke auf sich, Grußredner schilderten ihre Vorzüge in den schönsten Farben. Ihrem Duft erlag auch der Taufpate. Ihr Name, so Stephan Stracke, sei sehr geschickt gewählt. Trage die Futterpflanze doch viel zu biologischer und ökologischer Vielfalt, wie auch zur Farbenpracht in den Gärten bei. Dass der bayerische Gärtnereiverband Oberauerbach für die Kür der Pflanze des Jahres 2016 gewählt hat, ist für Bürgermeister Stephan Winter eine besondere Wertschätzung des Blumenparadieses Häntsche.

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Dagegen beklagte Herbert Puffer, der Vizepräsident des Verbandes, „dass der bayerische Gartenbau noch immer unter Wert verkauft wird“. Von ihm war auch zu erfahren, dass in allen Bereichen der „blühenden und grünenden Branche“ allein im Freistaat rund 85000 Menschen in 33000 Betrieben arbeiten und mit Handel und Dienstleistungen einen Umsatz von etwa zehn Milliarden Euro erwirtschaften. „Eine Hausnummer, so Puffer, die in etwa dem Umsatz der bayerischen Automobilzulieferindustrie entspricht“.

Stephan Häntsche blätterte in der Chronik seines als Prämiengärtnerei zertifizierten Betriebes, worauf ihm Rathauschef Stephan Winter „großen Unternehmergeist“ bescheinigte. „Sie haben in den letzten fünf Jahrzehnten auch ein Stück Oberauerbacher Geschichte mitgeschrieben“, betonte der Bürgermeister. So wurde am Ende aus der Pflanzentaufe noch ein richtiges Geburtstagsfest, bei dem Gäste, Mitarbeiter und Kunden mit der Familie Häntsche und einem Gläschen Sekt auf eine gute Zukunft ihres Betriebes anstießen.

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