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Stockheim

21.11.2019

Die Dorferneuerung kann kommen

Der Blick richtet sich auf Stockheim, das eine Dorferneuerung erhalten soll.
Bild: Sandra Baumberger/Archivbild

Der nötige Antrag für Stockheim ist beschlossene Sache. So soll es nun weitergehen.

Es geht weiter in Richtung Dorferneuerung für Stockheim. Der Stadtrat von Bad Wörishofen hat bei einer Gegenstimme beschlossen, den Antrag für eine Dorferneuerung zu stellen. Dieser geht an das Amt für ländliche Entwicklung. Der Antrag werde vorab allgemein gestellt, eine Festlegung für ein umfassendes oder einfaches Verfahren erfolge noch, heißt es in dem Beschluss.

Er danke dem Stadtbaumeister Roland Klier, der diesen „zielführenden Beschluss“ vorgelegt habe, sagte Zweiter Bürgermeister und CSU-Fraktionssprecher Stefan Welzel. „Im Prinzip hätte man schon ein Jahr früher damit dran sein können“, findet Welzel. „Das sei schade“, ergänzte er mit Blick auf Bürgermeister Paul Gruschka (FW), den er für eine frühere Gegenstimme kritisierte. Gruschka wiederum zog die Darstellung Welzels in Zweifel. Seiner Erinnerung nach habe er sich einer Dorferneuerung nicht verschlossen. Er werde dies nachprüfen. „Tun sie das“, beschied ihm Welzel. Eine Nachfrage unserer Redaktion am Mittwoch bei Gruschka brachte dazu bis Redaktionsschluss keine Auskunft.

„Wirklich schön, dass es beginnen kann“, sagte Konrad Hölzle (CSU). Die Initiative dazu sei aus einer Veranstaltung in Stockheim entstanden, welche die CSU-Fraktion dort organisiert habe. „Das können wir auch dokumentieren“, sagte Hölzle. Die CSU hatte am 5. Oktober 2018 auch den entsprechenden Antrag im Stadtrat gestellt.

Die Dorferneuerung kann kommen

Eine weitere Sitzung, in der auch die Bürger zu Wort kommen

Mittlerweile gebe es auch einen Maßnahmenkatalog, es „geschieht sehr viel“, berichtete Hölzle. Die Gruppe um Joachim Nägele und Helmut Mayr engagiere sich sehr. Hölzles Wunsch, die einzelnen Punkte des Katalogs in der Sitzung vorzustellen, wurde aber nicht erfüllt. „Heute nicht“, sagte Gruschka. Dazu werde es eine eigene Sitzung geben, in der dann auch die Bürger zu Wort kommen sollen.

Skeptischer stand Claus Thiessen (FDP) dem Thema Dorferneuerung gegenüber. Er stimmte am Ende auch gegen den Beschlussvorschlag.

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Um vom Amt für ländliche Entwicklung noch für das Jahr 2020 berücksichtigt zu werden, muss der Antrag zu Dorferneuerung bis Januar, spätestens Februar 2020 gestellt werden. Das ist nach dem Beschluss nun möglich. Nun muss noch entschieden werden, ob es eine umfassende oder einfache Dorferneuerung werden soll.

Die umfassende Variante beinhaltet eine intensive Vorbereitungsphase, welche nach Darstellung des Amtes für ländliche Entwicklung ein bis zwei Jahre dauern kann. Dabei werden Projekte ermittelt und Kosten berechnet. Bei der einfachen Dorferneuerung hat die Gemeinde schon konkrete Planungen. Entweder liegen sogar schon Pläne vor oder das Vorhaben ist klar umrissen, wie es in der Darstellung der Behörde heißt.

Träger der einfachen Dorferneuerung sind Stadt und Stadtrat, eventuell ein Arbeitskreis darunter. Träger der umfassenden Dorferneuerung sind Teilnehmergemeinschaft mit dem Vorstand, die Stadt mit Stadtrat, darunter Arbeitskreise und Projektgruppen.

Das sind nach Ansicht der Arbeitsgruppe die dringendsten Maßnahmen

Die dringendsten Maßnahmen sind nach Meinung der Arbeitsgruppe die Erneuerung der Dorfstraße und die Anlage von beidseitigen Gehwegen. Zwei Bushäuschen im Ortskern stehen ebenfalls auf der Liste. Den Dorfplatz bei der Kirche würden die Bürger gern neu gestalten. Der Spielplatz soll in den Pfarrgarten umziehen, alternativ auf die Wiese vor der Genobank oder den Platz vor dem Feuerwehrhaus. Eine Sanierung der alten Käsküche, auf deren Gelände man sich nach Abriss auch den Bau eines Dorfgemeinschaftshauses vorstellen kann, ist eine weitere Idee. Der Mühlbach soll aufgewertet und mit einem Zugang zum Wassertreten versehen werden. Die Stockheimer wollen zudem einen Investor für betreutes Wohnen suchen. Schließlich soll es in der Wertachtalstraße, wo nachts bisher völlige Dunkelheit herrschte, heller werden und die Gehwege entlang der Mauer in der Friedhofstraße sollen breiter und das Umfeld am Käppele (Kerkerkapelle) aufgewertet werden. Der Sportplatz soll zum Generationentreff werden. (mit iss)

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