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Unterallgäu

04.12.2018

Die Entsorgung gefährlicher Abfälle wird teurer

Wer asbesthaltige Abfälle entsorgen will, muss dafür im Unterallgäu künftig mehr bezahlen.
Bild: Annette Zoepf

Die Gebühren steigen im Unterallgäu um bis zu 60 Euro pro Tonne Müll. Es gibt aber auch eine gute Nachricht.

Wer asbesthaltige Abfälle, Dämmstoffe oder Gartenabfälle entsorgen will, muss dafür im Unterallgäu künftig mehr bezahlen. Der Umweltausschuss hat dem Kreistag in seiner jüngsten Sitzung empfohlen, einer entsprechenden Neufassung der Abfallgebührensatzung zuzustimmen. Wie Edgar Putz, Leiter der Kommunalen Abfallwirtschaft am Landratsamt, erläuterte, seien die Kosten für die Entsorgung dieses Abfälle deutlich gestiegen.

Insbesondere bei den gefährlichen Abfällen liege das nicht zuletzt an den strengen Anforderungen, die beim Umgang mit diesen Abfällen von der Annahme bis zum Einbau auf der Deponie gelten. Hinzu komme, dass der Platz in den Deponien für diese Stoffe knapp werde. Die Gebühr für die Entsorgung asbesthaltiger Abfälle soll deshalb von bislang 140 Euro pro Tonne auf 172 Euro steigen. Jährlich werden im Landkreis rund 690 Tonnen asbesthaltiger Abfälle entsorgt.

Im Unterallgäu war es auch schon einmal teurer, Dämmstoffe zu entsorgen

Bei den Dämmstoffen sind es pro Jahr rund 250 Tonnen. Die Gebühr erhöht sich hier um 60 Euro je Tonne von derzeit 288 Euro auf dann 348 Tonnen. Wie Putz betonte, sei die Gebühr in der Vergangenheit auch schon höher gewesen. Zudem wies er darauf hin, dass die Dämmstoffe sehr leicht seien, sodass die jetzige Erhöhung wohl in den meisten Fällen nicht wesentlich ins Gewicht falle.

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Ebenfalls teurer wird die Entsorgung von Gartenabfällen. Nach wie vor können zwar bis zu zwei Kubikmeter Grüngut kostenlos an den Kompostieranlagen und Wertstoffhöfen des Landkreises abgegeben werden. Für jeden weiteren Kubikmeter sind künftig jedoch zehn statt der bisherigen sechs Euro zu zahlen. Diese höhere Gebühr decke allerdings immer noch nicht die ebenfalls gestiegenen Kosten für die Entsorgung des angelieferten Grünguts, so Putz, der auch noch eine gute Nachricht verkünden konnte: Die Gebühren für die Restmülltonnen bleiben ein weiteres Jahr stabil.

An den Unterallgäuer Wertstoffhöfen wird nur Möbelaltholz aus privaten Haushalten angenommen

In der neuen Abfallgebührensatzung soll es außerdem mehrere Konkretisierungen geben. So soll bei der Altholzanlieferung aus privaten Haushalten darauf hingewiesen werden, dass sich die Freimenge von drei Kubikmetern – entsprechend der seit Jahren üblichen Praxis – lediglich auf Möbelaltholz bezieht, das aus privaten Haushalten stammt. Klargestellt werden soll außerdem, dass auch dann eine Gebühr für Rest- oder Biomülltonne anfällt, wenn diese weniger als einen Monat genutzt wurde.

Zu guter Letzt gilt bei der Sperrmüllabholung nun nicht mehr nur der Grundstückseigentümer als Benutzer, sondern auch der Abfallerzeuger. Hintergrund war die Abrechnung von Sperrmüllübermengen: Für sie musste bislang der Grundstückseigentümer aufkommen, auch wenn sie vom Mieter verursacht wurden. Durch den geänderten Wortlaut soll das künftig vermieden werden.

Mehr zum Thema Müll und wie er im Unterallgäu entsorgt wird, lesen Sie hier:

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