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Bad Wörishofen

14.04.2015

Die Festtage können beginnen

Vorfreude auf die Festtage (von links): Florian Heiß, ASM-Bezirksvorsitzender Andreas Schuster, ASM-Präsident Franz-Josef Pschierer, Zweiter Bürgermeister Stefan Welzel und Vizelandrat Stephan Winter.
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Vorfreude auf die Festtage (von links): Florian Heiß, ASM-Bezirksvorsitzender Andreas Schuster, ASM-Präsident Franz-Josef Pschierer, Zweiter Bürgermeister Stefan Welzel und Vizelandrat Stephan Winter.
Bild: Franz Issing

Die Stadtkapelle Bad Wörishofen eröffnet den Reigen der Veranstaltungen zum Bezirksmusikfest.

Als Andreas Schuster im Dezember 2003 zum Vorsitzenden des Bezirks 10 im Allgäu Schwäbischen Musikbund (ASM) gewählt wurde, erreichte ihn gleich eine Hiobsbotschaft. Die Stadtkapelle Bad Wörishofen erklärte ihren Austritt aus dem ASM. „Der Job fängt ja gut an“, ärgerte sich der neue Frontmann. Umso größer seine Freude, als junge Musikanten anno 2006 das Ruder herumrissen und dem ASM wieder beitraten. „Es ist schön euch wieder in unserer Mitte zu haben“, versicherte Schuster denn auch dem jungen Blasorchester, das inzwischen auf 50 Aktive angewachsen Erfolgsgeschichte schreibt und aus dem kulturellen Leben der Kneippstadt nicht mehr wegzudenken ist. In diesem Jahr richtet die Stadtkapelle Bad Wörishofen – nach 33 Jahren Pause – das 46. Bezirksmusikfest aus, übrigens das dritte in ihrer Geschichte. Im Kursaal Bad Wörishofen eröffnete die den Reigen der Festveranstaltungen.

Die mit großer Begeisterung spielenden Instrumentalisten begleiten kirchliche und weltliche Feste und Feiern nach Noten, bereichern jährlich mit zehn Konzerten den Aufenthalt von Kurgästen, sind in den Genres „Jazz“ und „Operette“ zu Hause. Auf ihren Notenständern liegen aber auch Partituren von Polkas, Walzern und Märschen. Vom 3. bis zum 7. Juni geben Blasmusiker in Wörishofen den Ton an. So verspricht das Bezirksmusikfest ein Höhepunkt des Jahres zu werden.

Der Startschuss fiel im Kursaal. Veranstalter und Stadt hatten Gäste aus Politik, Kirche, Schule, Wirtschaft und Gesellschaft, aber auch Sponsoren und Gönner zu einem Festakt mit Sektempfang eingeladen. Zudem gaben sich viele Musikanten aus der Region ein Stelldichein. Sie alle bestärkten mit ihrer Anwesenheit die Stadtkapelle in ihrer Meinung, dass Musik Freude macht und verbindet. Der Vorsitzende Florian Heiß, gewöhnlich nicht um einen flotten Spruch verlegen, geriet angesichts eines voll besetzten Saales ins Staunen. „So viele fremde Leut“, wunderte er sich

Lob gab es von ASM-Präsident Franz Pschierer. „Bei der Stadtkapelle Wörishofen sind nicht nur die Instrumente richtig gestimmt, es stimmt auch ihre Einsatzfreude, sie pflegt Freundschaft, Kameradschaft und Verlässlichkeit, Werte wie sie unserer Gesellschaft weitgehend abhanden gekommen sind.“ Pschierer würdigte auch das Engagement der heimischen Musikkapellen und deren Jugendarbeit. „Bei uns lernen junge Leute nicht nur zu musizieren sondern auch Werte und Tugenden, die in Schule, Ausbildung und Beruf unverzichtbar sind“. Zweiter Bürgermeister Stefan Welzel bescheinigte der Stadtkapelle, sie lebe in vorbildlicher Weise nach dem ASM-Leitspruch, „die Zukunft im Blick, der Jugend verbunden und der Tradition verpflichtet“. Sein Dank galt allen, die zum Gelingen des Bezirksmusikfestes beitragen.

Der Bezirksvorsitzende Andreas Schuster pries unter anderem die Wertungsspiele als „Markführer des ASM“ und nannte die Marschmusikwettbewerbe ebenfalls „sehr erfolgreiche Schritte“.

Getreu dem Motto des Bezirksmusikfestes 2015 „Wellness für die Ohren“ gaben die Wörishofer Musikanten schon mal eine klingende Visiitenkarte ab. Schon der galaktische anmutende „Astronautenmarsch“ aus der Feder von Josef Ullrich ließ erkennen, auf welch hohem musikalischen Niveau sich Dirigent Andreas Langanki und sein Orchester bewegen. Energiegeladen kam nach schmissigem Einstieg die Overtüre „Symphonic Proclamation“ von David Gillingham daher. Ihrer verstorbenen Mitglieder gedachte die Stadtkapelle mit dem „Sanctus“ aus dem „Requiem“ von Julius Fuzik. Nicht fehlen durfte im Programm das Werk „Pilatus: Mountain of Dragons“, als Schmankerl gab es am Ende den „Wörishofer Festmarsch“.

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