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11.03.2009

Die Feuerwehr lässt nichts anbrennen

Pfaffenhausen (hlz) - Es war eine gute Bilanz, die die Wehrmänner bei der Generalversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Pfaffenhausen zu hören bekamen. Feuerwehr-Vorstand Hanns Jürgen Schwankhart hatte nach der Begrüßung quasi den gesellschaftlichen Teil des Feuerwehrvereins abzuhandeln, der vom Feuerwehrball über Geburtstage und bis hin zum Maibaumaufstellen reichte. Die Feuerwehr als Feierwehr also. Kommandant Alexander Kerschmaier brauchte schon etwas mehr Zeit, um alle Herausforderungen der Wehr im letzten Jahr aufzuzählen. Es waren immerhin sechs Brandeinsätze, 28 technische Hilfeleistungen und zwei Fehlalarme. In brennenden Zimmern, rauchenden Waldstücken, lodernden Holzstapeln oder bei einem Großfeuer in einem Reiterhof waren die Wehrmänner dem "Roten Hahn" dicht auf der Spur. Der Einsatz der Wehrmänner war auch immer wieder bei Verkehrsregelungen, Baumfällungen, Wasserrohrbrüchen, bei der Entfernung von Wespennestern oder bei Straßenreinigungen nach Verkehrsunfällen gefragt, was zu den "technischen Hilfeleistungen" zählt. Als absichernde Ordnungskräfte waren die Feuerwehrler ebenfalls unentbehrlich. Um "allzeit bereit" zu sein, wurden 17 Übungen und mehrere Schulungsabende durchgeführt. Auch die Löschgruppe Weilbach hielt sich mit 10 Übungen fit. Viel Zeit mussten die Feuerwehrleute auch aufwenden für Atemschutzunterweisungen, Funkübungen, Nachtübung, Leistungsabzeichen, Sprechfunklehrgänge oder Biogasübungen.

Bei einer Mannschaftsstärke von 61 in Pfaffenhausen und 16 bei der Löschgruppe Weilbach ging es also ohne viel Einsatz und Feuereifer nicht, um alles zu bewältigen.

Auf der Wunschliste an den Markt stehe ganz oben die Ersatzbeschaffung eines LF 20/16 für das mittlerweile 32 Jahre alte Feuerwehrauto LF 16-TS.

Über die Aktivitäten der Jugendfeuerwehr (derzeit vier Mitglieder) berichtete Jugendwart Dominik Tasler. Seinen mittlerweile 37. (!) Kassenbericht gab Kassier Alfred Kerschmaier ab. Man sei auch im letzten Jahr finanziell gut über die Runden gekommen, sagte der Kassier, dem Kassenprüfer Christian Böck eine perfekte Kassenführung bestätigte.

Die Feuerwehr lässt nichts anbrennen

Vertrauensleute für zwei weitere Jahre im Amt

Schnell "wie die Feuerwehr" ging die Wahl der zwei Vertrauensleute über die Bühne. Christian Kocher und Christian Böck bleiben weitere zwei Jahre im Amt.

Für Kreisbrandinspektor Jakob Schlögel war die Versammlung unter den langjährigen Pfaffenhausener Wegbegleitern wie ein Heimspiel. Er dankte den Aktiven und Führungskräften für ihren Dienst an der Gemeinschaft. Dritter Bürgermeister Alois Hölzle nannte die Feuerwehr "etwas ganz Besonderes im Ort". Ihr aktiver Einsatz für die Gemeinschaft könne nicht hoch genug eingeschätzt werden.

Nach mehreren Ehrungen schloss Vorstand Hanns Jürgen Schwankhart die Versammlung mit der Ankündigung, sich im kommenden Jahr aus Altersgründen nicht mehr zur Wahl zu stellen. Er fügte die Bitte an: "Land ui bis dahin ebbas eifalla!"

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