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Blasmusik

27.04.2019

Die Flossachtaler ziehen alle Register

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Den Flossachtaler Musikanten hört man gerne zu. Beim Jahreskonzert im Gasthaus Krone in Zaisertshofen zogen sie, von Jürgen Fries einfühlsam dirigert, einmal mehr alle Register ihres Könnens.

Beim Jahreskonzert in Zaisertshofen genießen die Zuhörer die Klangvielfalt von Polka bis Pop

Ob klassische, traditionelle oder poppige Töne, die Flossachtaler Musikanten verstehen es, sie mit viel Taktgefühl anzuschlagen. Beim Jahreskonzert im Gasthaus Krone verteilten sie getreu dem Motto „Musik macht Freude“ nur gute Noten an das Publikum. Von Jürgen Fries, einem Routinier am Pult, einfühlsam dirigiert, zeigten sich die Akteure bei guter Puste und zogen alle Register ihres Könnens. Das Ergebnis war ein klingendes Gesamtkunstwerk.

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Schon der Einstieg mit dem zackigen Konzertmarsch „Kreuz des Südens“ aus der Feder von Michael Schiegg ließ aufhorchen. Doch die Zuhörer durften sich noch auf viele weitere Höhepunkte freuen. Nach Noten wurden anrührende wie auch spannende und entspannende Geschichten erzählt. Schon der zweite Gang des musikalischen Menüs erzeugte beim Publikum Gänsehautgefühl. Die 41 Musikanten ließen ihre Instrumente mit unterschiedlichen Stilelementen die Sage von den mysteriösen Dämpfen aus dem Wallfahrtsort Todtmoos erzählen. „Dramatic Tales“ betitelte Markus Götz diese Komposition.

Einen klangvollen und feurigen Volltreffer landeten die Flossachtaler mit dem Werk „Alcazar“ des niederländischen Komponisten Kees Vlak. Auch ohne Flamencokostüme und Sombrerohüte gelang es ihnen, spanisches Flair und andalusische Lebensfreude zu versprühen. Dafür sorgten nicht zuletzt klappernde Kastagnetten. Erinnerungen an Ernst Mosch weckten dann „Egerländer Träumereien“ von Toni Scholl. Und dann wurde es richtig gruselig. „Haben sie heute schon ihre Tasse Blut getrunken?“ Schaurig schön kamen die Melodien des Musicals „Tanz der Vampire“ von den Pulten. Die Akteure spendierten dem Stück große orchestrale Passagen und schmissigen Rock. „Seien Sie auf der Hut und achten Sie auf Ihre Nachbarn, man kann ja nie wissen“, warnte Moderatorin Tanja Eberle die Zuhörer. Die stuften die Interpretation der von Jim Steinmann arrangierten Komposition als „ganz großes Kino“ ein.

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Nach der Pause verführten die Flossachtaler, von Alexander Pfluger animiert mit dem Stück „Streicheleinheiten“ (die zarteste Versuchung seit es Polka gibt), zum Träumen und spielten sich mit Ohrwürmern aus dem Album „Abba Gold“ in die Herzen der Blasmusikfreunde. Gerne folgten die der Einladung in die 70er Jahre, genossen ein Wiederhören mit der „Dancing Queen“, mit „Fernando“ und lauschten begeistert dem Hit „The winner takes it all“. „Mamma mia“, war das ein musikalischer Hörgenuss“, den Jakob de Haan da für Blasorchester arrangiert hatte.

Mit ihren schönen Stimmen punkteten Isabella Mayer, Roman Ohneberg und Andreas Rampp. Die Liebeserklärung „Du nur du“ des Trios „Romanis“ war Muisk in den Ohren des Publikums und unbestritten ein Höhepunkt des Jahreskonzertes.

Einen eindrucksvollen Schlussakkord setzten die Flossachtaler Musikanten mit Kult-Hits aus den Achtzigern. Die Musikanten freuten sich über viel Applaus und bedankten sich mit dem „Hochachtungsmarsch“ von Herbert Pixner. Das Zaisertshofener Orchester lieferte ein Programm ab, das alle Facetten der Blasmusik bediente. „Ein rundum gelungener Konzertabend“, waren sich die Zuhörer einig und erklatschten sich drei Zugaben. Selbstbewusst setzten die Akteure mit dem Stück „Wir sind wir“ einen fulminanten Schlusspunkt.

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