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Wahl

23.03.2019

Die Linke will in den Kommunen mitmischen

Xaver Merk

Wie die Partei den Einzug in die Gemeinde- und Stadträte im Landkreis schaffen will

Im Bundestag ist die Partei Die Linke längst vertreten, nun will sie es bei der Kommunalwahl im nächsten Jahr auch in die Gemeinde- und Stadträte in Bayern schaffen. „Wir wollen flächendeckend in Bayern antreten“, sagt der Kreisvorsitzende der Linken im Allgäu, Xaver Merk. Im Allgäu hat die Linkspartei die vier Landkreise sowie die drei kreisfreien Städte im Blick – und außerdem Bad Wörishofen, Türkheim und Mindelheim.

„In Bad Wörishofen halten wir es schon deshalb für notwendig, weil dort auch die AfD antritt“, sagt Merk. Und genügend Themen gibt es nach Ansicht von Hannelore Klug vom Kreisvorstand dort auch. Als Beispiele nennt sie die Wohnsituation. Gebaut werde derzeit vor allem im gehobenen Segment, die Zahl der Zweitwohnungen – 420 seien es aktuell – steige weiter an. In der Folge zögen die Mieten an, die Wohnungsgrößen veränderten sich, viele Wohnungen stünden leer. „Die Bewohner des Ortes müssen ihre Mieten bezahlen und Wohnungen finden können“, findet Klug, die außerdem die Familien in die Innenstadt holen und das Kneipp’sche Erbe erhalten will – „statt um Spenden zu streiten“. In Türkheim ist die Linkspartei mit zwei Mitgliedern, nämlich Susanne und Torsten Barth, vertreten, denen besonders der öffentliche Nahverkehr am Herzen liegt. Sie wollen sich in den nächsten Monaten um Kandidatenlisten für den Kreistag und den Türkheimer Gemeinderat kümmern.

Weil es mit den bislang 25 Mitgliedern der Partei im Unterallgäu allerdings schwierig werden dürfte, so viele Listen zu füllen, hat sich der Kreisverband für offene Listen entschieden, die er zu mindestens einem Drittel füllen möchte: Mitmachen können laut Merk alle, „die Interesse haben, die politische Richtung der Linken mit uns zu verfolgen“. Es gehe um Kommunalpolitik unter dem Gesichtspunkt des Sozialen und derer, die dort leben und arbeiten. „Es muss niemand Mitglied der Linken sein, um bei uns kandidieren zu können“, sagt Merk und Torsten Barth ergänzt: „Die Linke ist eine Mitmach-Partei. Ein Wahlprogramm wollen er und seine Mitstreiter nicht vorgeben, sondern dieses in den kommenden Wochen mit den Interessierten erarbeiten.

Unter der Überschrift „Kommunalpolitik von links“ sind dazu am Mittwoch, 3. April, um 19.30 Uhr im Gasthof Adler in Bad Wörishofen und am Donnerstag, 11. April, um 20 Uhr im Gasthaus Bäurle in Türkheim Veranstaltungen geplant. Im Oktober sollen die Listen aufgestellt werden. (baus)

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