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Markt Rettenbach

14.04.2020

Die Markt Rettenbacher pokern jetzt im Internet

So sieht das Handy-Display beim virtuellen Pokern aus.
Bild: Franz Kustermann

Plus Der junge Markt Rettenbacher Poker-Verein musste Turniere verschieben und greift in Corona-Zeiten auf eine App zurück. Über Spiele ganz ohne Pokerface.

Das weltweit grassierende Coronavirus hat auch Auswirkungen auf Poker-Spieler: So musste der Verein „Pokerfreunde 2018“ aus Markt Rettenbach anstehende Turniere und Saison-Spiele verschieben. Um dennoch nicht auf ihr Hobby verzichten zu müssen, haben sich die Pokerfreunde etwas einfallen lassen: Gespielt wird nun per Handy-App – also digital vom häuslichen Sofa aus. Dabei können die Teilnehmer nicht nur Poker spielen, sondern sich auch gegenseitig Nachrichten schreiben.

Online wird in zwei Ligen gepokert

Laut den Vorstandsmitgliedern Martin Bäurle, Thomas Schneider und Diana Pihusch wird online in zwei Ligen gespielt. Beim „Sit’n Go“ geht es um Ranglistenpunkte, bis am Ende nur noch einer übrig ist. Bei Liga Nummer zwei, dem „Freeze Out“, spielen alle gegen alle, bis am Ende ein Spieler gewonnen hat. Die maximale Anzahl an Spielern ist dabei theoretisch unbegrenzt. Neben den zwei Ligen gibt es noch eine „geheime Rangliste“. Dort werden die „Hitmans“ geführt: Jeder Spieler, dem es gelingt, einem anderen Spieler alle Chips zu nehmen und ihn damit „vom Tisch fegt“, erhält einen Ranglistenpunkt. Wer am Ende der Saison am meisten Spieler aus dem Turnier gepokert hat, wird ebenfalls mit einem Pokal ausgezeichnet.

Der noch junge Verein hat laut dem Vorsitzenden in seinem Vereinsheim normalerweise Platz für 40 Pokerspieler. Die Pokerfreunde veranstalteten bisher alle zwei Wochen einen Pokerabend, an dem es ausschließlich um Ranglistenpunkte ging. Geldeinsätze sind dabei strikt verboten. Die Teilnehmer betreiben das Spiel ausschließlich als Sport.

Das berühmte Pokerface kann online niemand aufsetzen

Was das Spielen mit der App besonders schwierig macht, ist der Umstand, dass man seine Mitspieler nicht von Angesicht zu Angesicht sieht. Das berühmte „Pokerface“ kann man also nicht wirklich aufsetzen. Den Gegner zu lesen und zu erahnen, wie stark er ist, lässt sich mit der App nur über Zeit und Taktik erahnen. Einige Testspiele wurden bereits mit der „Poker-App“ erfolgreich absolviert.

Auch wenn derzeit Corona noch alles andere überschattet, denken die Vereinsmitglieder jetzt schon an die Zeit danach. „Zurzeit arbeiten wir mit Hochdruck daran, uns vier neue, individualisierte Pokertische mit einem von uns designten Pokertuch kreieren zu lassen“, sagt Martin Bäurle.

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