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Konzert

10.02.2020

Die „Oldies“ lassen es krachen

Bezirksdirigent Andreas Schuster (rechts) vom ASM Bezirk 10 Mindelheim schlug im Kursaal als Obelix die Becken kraftvoll aneinander, unterstützt von Ehrenmitglied Herbert Rauh.
Bild: Maria Schmid

Das „Bobo“ zeigt zum Fasching eine große Schau

Die rund 60 bunt kostümierten Musikerinnen und Musiker marschierten langsam und nacheinander auf die Bühne im Kursaal, lachten ins Publikum, drehten eine Ehrenrunde. Dann trat der Piratenkapitän „Jack Sparrow“ höchst persönlich auf die Bühne, direkt aus der Karibik, natürlich barfuß, leicht schwankend, die Buddel Rum in der Hand und dirigierte zum Auftakt den Marsch „Mein Regiment“. Die Verkleidung von Dirigent Martin Jall war gelungen.

Das dritte Faschingskonzert des Bezirks-Oldie-Blas-Orchesters, kurz Bobo genannt, vom Allgäu Schwäbischen Musikbund Bezirk 10 Mindelheim, war ein großer Spaß. Die präsentierten Musikstücke der „alten Häsinnen und Hasen“ brachten Stimmung in den Saal. Zum Ensemble gehörte auch Franz Josef Pschierer mit Frack und Zylinder an seiner Posaune.

Der Funke sprang sofort über, die Zuhörer sangen, klatschen, schunkelten und sprangen von den Sitzen auf. Die Bobo-Musiker müssen ja mindestens 50 Jahre alt sein und mindestens 40 Jahre aktiv in einem Musikverein mitgemischt haben. Dementsprechend hatte Martin Jall die Stücke ausgesucht. Auch sie mussten mindestens 40 Jahre alt sein. Doch eine Ausnahme gab es, die „Bodenseepolka“. Sie passte so recht zum gesamten Repertoire, war sie doch auch so richtig sehnsuchts- und stimmungsvoll. Schließlich hieß das Thema des Abends: „Lasset uns das Leben genießen.“ Diese alte Volksweise war gleich mehrmals am Abend zu hören, was die Gäste veranlasste, auch hier kräftig mitzusingen: „Bald sind die Tage der Jugend vorüber, drum lasst uns froh und fröhlich sein, denn die Zeiten, sie kehren nicht wieder, trinket aus und schenket ein.“

Die „Oldies“ lassen es krachen

Franz Drexel in Lederhosen und Trachtenhut war der Star bei der „Löffelpolka“. Er ließ die Löffel kräftig auf seinem Knie aufschlagen. Er kam bei der „Schlagerparty“ als Bademeister mit seinem „knallroten Gummiboot“ auf die Bühne und hatte die Lacher auf jeden Fall für sich erobert. Für die sehr humorvollen Zwischentöne sorgte Gerd Haldenmayr als Moderator. Er hatte die passenden Musikerwitze parat.

Beim „Wildcat Blues“ war es Bernd Frey, der zeigte, was eine solche „Schwarzwurzel“ alles in sich hat. Ein großartiges Solo! Zwei kräftig schwarz-gelb kostümierte Hummeln, Rita Jall und Josef Mooser, ließen die Besucher mit ihren samtweichen Stimmen nicht nur den „Böhmischen Wind“ spüren, sie erzählten auch von den Erinnerungen beim „Dann und Wann“, außerdem vom Mondschein an der Eger. Zum Mitsingen luden „Tango Souvenirs“ ebenso ein wie „In Junkers Kneipe“ und „Rot ist der Wein“. Der Abend rückte in die Nähe der Nacht und musste ja einmal ein Ende finden, allerdings nicht ohne mehrere Zugaben, die vom Bobo gerne gewährt wurden.

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