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Kirchheim

13.02.2020

Die Schlossfunken lassen nicht nur die Puppen tanzen

An unvergessene Filmhelden aus der Schwarz-Weiß-Ära erinnerten die Karnevalisten bei dieser Einlage.
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An unvergessene Filmhelden aus der Schwarz-Weiß-Ära erinnerten die Karnevalisten bei dieser Einlage.

Plus Beim Kappenabend in Kirchheim jagt ein Höhepunkt den nächsten. Zweimal ausverkauftes Haus und viel Beifall

Was benötigt man für einen gelungenen Kappenabend? Da sind einmal die tanzenden Gardinchen, Einlagen und Büttenreden, die humorvoll das lokale Geschehen auf die Schippe nehmen. All diese Zutaten mixten die Schlossfunken zu einem unterhaltsamen Abendprogramm.

Erstaunlich, wie viele Talente sich in den Reihen der Faschingsgesellschaft verbergen, ob singend, tanzend oder hintergründig. Zwei ausverkaufte Abende und viel Beifall des Publikums waren der Lohn. Und vor Freude zauberte Minihofmarschall Valentin Scheifele zusammen mit Cousin Michael sogar noch eine Hymne auf die Schlossfunken aus dem Hut. Auch den Aktiven haben die Abende so gut gefallen, dass sie laut Abteilungsleiterin Bettina Frehner spontan beschlossen haben, auch im nächsten Jahr wieder einen Kappenabend zu organisieren.

Der Mini-Hofmarschall der Schlossfunken brilliert mit seiner Büttenrede

Nach der Begrüßung durch den TSV-Vorstand Franz Schiegg übernahmen die Tagungspräsidenten Moritz und Lukas Scheifele die Moderation. Die Cousins brachten den Abend locker über die Bühne. Und der dritte im Bunde, Valentin Scheifele, seines Zeichens Mini-Hofmarschall, war nicht weniger cool, perfekt in den Ansagen und noch cooler bei seiner Büttenrede, wo er den Tagesablauf in einer ganz normalen Familie mit drei Brüdern schilderte.

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Da ging es um den täglichen Kampf um einen Platz im Bad oder der gemeinsame Run aufs Handy, wenn eines davon klingelt. Und natürlich die tägliche Frage: „Schule, muss das sein?“ Und dann überraschte er abweichend vom Programm noch mit einer Hymne auf die Gilde: „Ja Gold und das Blau, Alaaf und Helau, der Vorhang geht auf, und los geht die Schau!“

Der Kappenabend in Kirchheim begeisterte die Gäste.
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So lustig war der Kappenabend in Kirchheim
Bild: Willi Unfried

Zu den schon erwähnten Talenten gehören auch Paulina Freisinger und Manuela Schiegg, die mit ihrem Sketch „Im Hühnerstall“ den Abend eröffneten.

Wenn ein Theaterverein zu einem Konzert einlädt, kann etwas nicht stimmen. Und so war es auch in Kirchheim. Die Mitwirkenden wuchsen im Grimassenschneiden über sich hinaus und einige wollten eigentlich gar nicht mehr aufhören. Klar, dass es bei diesem Sketch drunter und drüber ging. Er war so gut, dass sich mancher wünschte, er möge gar nicht mehr aufhören.

Mini- und Große Garde der Kirchheimer Schlossfunken begeistern mit ihren Tänzen

Doch zu einem Kappenabend in unseren Breiten gehören natürlich auch die Tänze. So der Gardemarsch, einstudiert von Yvonne Schiegg. Den zwölf Mädchen wird beim Tempo viel abverlangt, dazu kommen noch etliche Spagatsprünge, eigentlich ist das schon fast „Arbeit“, da traut man sich schon gar nicht mehr, nach einer Zugabe zu rufen. Doch die Mädels strahlen so viel Begeisterung aus, dass sie gerne weiter tanzen.

Einfach nett war die Einlage der Minis. Die Gardinchen als reizende Püppchen verkleidet, wollten nicht so richtig in Schwung kommen, erst durch Aufziehen erwachten sie, um dann aber richtig verrücktzuspielen.

In Kirchheim standen neben den "Funken-Omis" auch "Dick und Doof" auf der Bühne

Zum Fasching gehört, dass man sich auch selbst auf die Schippe nimmt. „Micha von damals“ erzählte, wie sie sich als ehemaliges Funkenmariechen nach Jahren wieder in ihr altes Kleid zwängen wollte. Doch da war weder für einen zweiten Busen noch für einen zweiten Po Platz. Es folgte die große Qual des Abnehmens, vom Joggen bis zum Radfahren. Ihre Erkenntnis: „Sport ist Mord.“ In selbe Horn stießen die „Funken-Omis" (Carina Gäble, Lisa Knöpfle, Rebekka Reißner und Yvonne Schiegg), als noch quicklebendige Aktive, die sich halt nicht mehr ganz so gelenkig zeigten wie früher.

Der amtierende Elferrat setzte die nicht ganz neue Idee des „Schuh des Manitu“ um. Allerdings blieb da kein Auge trocken. Unglaublich wie Christian Graf (in der Badewanne), Ex-Prinz Raphael Reißner, Matthias Sitzmann und Alex Zech die Geschichte aus dem Wilden Westen umsetzten. Da hüpften und tanzten Indianer und Bösewichte auf der Bühne, jeder hatte eine Hauptrolle. An die Zeiten als die Bilder laufen lernten, fühlten sich die Besucher bei der Einlage der Ex-Karnevalisten erinnert. All die bekannten Filmgrößen wie Dick und Doof veranstalteten viel Klamauk auf der Bühne. Auch an weiteren guten Einfällen fehlte es nicht. Das Programm war so vielfältig, da fehlten einem nach dem lustigen Rausschmeißer von Dennis Götzfried und Dominik Gaßner fast die Worte.

Wie die Kirchheimer Schlossfunken in die Saison gestartet sind und eine Bildergalerie vom Eröffnungsball finden Sie hier:

Schlossfunken Kirchheim starten mit Tanz und Humor

Mit einem zünftigen Eröffnungsball starteten die Kirchheimer Schlossfunken in die neue Faschingssaison und präsentierten auch ihre neuen Prinzenpaare. Regiert werden die Narren des Fuggermarktes von Prinzessin Eva I. (Wiblishauser) von Garde, Musik und Finanzen, bei den Funken als Prinzessin tanzen und Prinz Alexander I. (Zech) von Fußball, Party und studieren, mit Vollgas den Kirchheimer Fasching regieren.
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