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Haushalt

26.08.2019

Die Wasserversorgung verschlingt viel Geld

Die Gemeinde Kammlach muss nach einigen Jahren Pause wieder einen Kredit aufnehmen

Fast 2,5 Millionen wird die Gemeinde in diesem Jahr in die Wasserversorgung und in den Bau eines Tiefbrunnens investieren. Viel Geld für eine kleine Gemeinde, und so wird Kammlach in diesem Jahr nicht um eine Kreditaufnahmen herumkommen. Diese große Aufgabe schlägt sich auch in Zahlen nieder. Der Gesamthaushalt wird bei 7,4 Millionen Euro liegen. Der Verwaltungshaushalt schließt in Einnahmen und Ausgaben mit 4,3 Millionen Euro, der Vermögenshaushalt mit drei Millionen Euro ab. Dennoch müssten die Kammlacher keine Angst vor der Zukunft haben, so Bürgermeister Josef Steidele und Kämmerer Gerhard Rampp von der VG Erkheim.

Nach Aussage von Steidele fällte der Gemeinderat den Beschluss zur Kreditaufnahme schon 2018, gebraucht wurde das Darlehen von 1,7 Millionen Euro aber erst in diesem Sommer, als die ersten größeren Rechnungen für die Wasserversorgung im Rathaus eingingen. Die Gemeinde wolle die Kosten dafür über ein Umlageverfahren von den Bürgern wieder hereinbringen, ohne diese zu stark zu belasten.

Gerhard Rampp, nun auch Geschäftsstellenleiter in Erkheim, hatte ansonsten keine beunruhigenden Zahlen im Gepäck. Die Gewerbesteuer stabilisiere sich nach einem Einbruch im vergangen Jahr und könnte sich bei 900.000 Euro einpendeln. Genaueres könne er aber erst im November vermelden. Auch die Schlüsselzuweisungen stiegen um rund 50.000 Euro. Und die Zuzüge würden sich in den steigenden Einnahmen aus der Einkommenssteuer (1.2 Mio Euro) niederschlagen.

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Kammlach wachse weiter, so Rampp, und müsse in die Infrastruktur investieren, so werde es im Kindergarten eine weitere Gruppe geben. Die entsprechenden Mehrausgaben für das Personal schlagen sich im Haushalt nieder. Die Personlausgaben insgesamt klettern auf 936.000 Euro im Vergleich zu 871.000 im vergangenen Jahr. Erfreulich nannte Rampp auch die Entwicklung bei der Kreisumlage, die von einer Million auf 887.000 Euro sinke.

Bürgermeister Steidele schaute aber noch weiter nach vorne. Geld werde in den kommenden Jahren auch vom Verkauf von Grundstücken zurückfließen. Bekanntlich plant die Gemeinde im Süden von Oberkammlach ein größeres Baugebiet. Erste Verkäufe könnten noch in diesem Jahr erfolgen.

Und auch das Projekt „Soziales Wohnen“ werde weiter verfolgt. Die Gemeinde wolle ein zentrales Gebäude mit Geschäften der Nahversorgung und Wohnungen zu einem vernünftigen Mietpreis anbieten. Erste Mittel seien 2018 bereit gestellt worden. Steidele ließ auf Nachfrage durchblicken, dass noch viele Gespräche notwendig seien, die Investoren würden nicht gerade Schlange stehen.

Der Gemeinderat verabschiedete den Haushalt für 2019 einstimmig.

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