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Dekoration

01.12.2017

Die helle Freude mit dem „Christmas“-Haus

Mindestens zwei Wochenenden lang haben Christian Geyer (links) und Oliver Schmid alle Hände voll zu tun, bis ihr „Christmas“-Haus in Türkheim genau so leuchtet, wie die beiden sich das vorstellen.
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Mindestens zwei Wochenenden lang haben Christian Geyer (links) und Oliver Schmid alle Hände voll zu tun, bis ihr „Christmas“-Haus in Türkheim genau so leuchtet, wie die beiden sich das vorstellen.

Alle Jahre wieder ... schmücken Oliver Schmid und Christian Geyer ihr Haus mit zigtausenden Lichtern und allerhand buntem Weihnachtsschmuck. Inzwischen ist daraus eine kleine Attraktion geworden

Entweder, man liebt es – oder eben nicht! Oliver Schmid (41) und sein Lebensgefährte Christian Geyer (31) wissen natürlich ganz genau, dass ihr bunt geschmücktes „Christmas“-Haus in Türkheim Ecke Sudetenstraße/Uferstraße nicht Jedermanns Sache ist. Na und?

Für die beiden ist es ein Heidenspaß, jedes Jahr wochenlang damit beschäftigt zu sein, ihr Haus mit zigtausenden Lichtern, Lichterketten, Kerzen, Weihnachtsmännern, Engelchen und allerhand Schnickschnack zu dekorieren.

Seit fünf Jahren machen die beides das jetzt schon – und längst hat sich das aufwendig dekorierte Haus zu einer kleinen Attraktion entwickelt: Immer in der Adventszeit pilgern viele Menschen hierher und genießen den bunten Lichterglanz.

Oliver Schmid und Christian Geyer freut’s – doch sie machen das in erster Linie, weil sie selber daran ihren Spaß haben: „Das wollte ich schon immer mal genau so haben“, gesteht Christian Geyer, der als Altenpfleger arbeitet. Er hat ein Händchen für Dekoration, das sieht man freilich nicht nur an der Weihnachts-Deko – das ganze Haus ist mit viel Geschmack und Blick für Details eingerichtet.

Doch in diesen Tagen hat das Paar dafür kaum noch Zeit – zu sehr nimmt sie die Außen-Deko in Beschlag. Und da gibt es tatsächlich einiges zu tun, bis wirklich jedes Lichtlein an seiner Stelle leuchtet. „Es kommt schon auf die Kleinigkeiten an“, weiß Christian Geyer, der sich mehr um das Kreative kümmert, während Oliver Schmid als Elektroniker natürlich an der Technik seine – buchstäblich – helle Freude hat.

Dabei wird nichts dem Zufall überlassen – schon beim Bau ihres Hauses haben die eingeplant, dass im Advent hier etwas ganz Besonderes leuchtet: Ein eigener Stromkreis für die Außenbeleuchtung und Adventsdeko sorgt dafür, dass es keine „Überraschungen“ wie durchgebrannte Sicherungen oder verschmorte Mehrfachstecker gibt.

Denn das wäre natürlich ganz schön peinlich, wenn plötzlich alles dunkel ist – und draußen stehen die Besucher, die sich am Türkheimer „Christmas“-Haus erfreuen wollen. Denen wird ja auch einiges geboten – und auch deshalb halten Oliver Schmid und Christian Geyer praktisch das ganze Jahr Ausschau nach Neuigkeiten oder Besonderheiten. Ein „Klassiker“ ist da natürlich der aufblasbare „Santa Claus“, der vor allem die Kinder in seinen Bann zieht. Rudolf mit der roten Nase darf aber ebenso wenig fehlen wie leuchtende Schneeflocken oder kletternde Nikoläuse.

In Deutschland und Europa wird danach gesucht – aber klar, in Amerika werden die „Christmas“-Fans besonders häufig fündig. Aus den USA kommt auch ihr neuester Clou: In das Gargenfenster haben die beiden jetzt eine Leinwand eingesetzt, auf die ein eigens gekaufter Beamer weihnachtliche Filme und Bilder wirft.

Das kostet alles, doch ans Geld denken die beiden nicht in erster Linie: „Das ist unser Hobby“, sagen sie. Und dass es ihnen dadurch gelingt, auch anderen eine Freude zu machen, setzt dem Ganzen dann noch die Krone – Pardon: die Nikolaus-Mütze – auf. Seit es LED-Leuchten gibt, sind die Kosten sowieso sehr überschaubar geworden. Deshalb wollen die zwei Türkheimer Christmas-Fans auch gar keine Spenden von den Leuten, die sich ihr beleuchtetes Haus anschauen wollen. „Wir freuen uns vor allem über die leuchtenden Augen der Kinder, das ist für uns die schönste Belohnung“, sagt Oliver Schmid.

Und natürlich weiß er, dass diese Art der Weihnachts-Deko nicht jedermanns Sache ist. Na und? Er und sein Partner nehmen sich selbst und das alles auch gar nicht so ernst und sagen lachend: „Einen kleinen Knall muss man dafür wohl schon haben.“

Am heutigen Freitag, 1. Dezember, werden die Lichter erstmals um 18 Uhr angeschaltet, bis zum 6. Januar strahlt das Haus dann täglich von 17.30 bis 23 Uhr.

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