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Mindelheim

03.01.2019

Diese netten Besucher bereiten allen Freude

Sternsinger von St. Stephan sind in der Mindelheimer Maximilianstraße unterwegs. Klara Barac, Annika Baumer, Sarah Latermann und Jana Salger (von links) sammeln wie rund 80 weitere Kinder Geld für behinderte Kinder in Peru.
Bild: Johann Stoll

Unterwegs mit den Sternsingern in Mindelheim. Die Kinder wissen genau, wem sie mit ihrer guten Tat helfen

Mindelheim Diakon Dominic Ehehalt fragt vorsichtshalber immer nach, ob sie auch wirklich willkommen sind. Man kann ja nie wissen, wie die Leute reagieren, wenn da plötzlich die Heiligen Drei Könige samt Stern von Bethlehem das Geschäft betreten und Segenssprüche und Weihrauchduft verbreiten. Die Sorge freilich ist völlig unbegründet. Überall werden die vier Kinder mit ihrem Diakon herzlich empfangen, die in der Mindelheimer Altstadt als Sternsinger unterwegs sind.

Sarah und Annika sind zum fünften Mal bei den Sternsingern in Mindelheim dabei

Sarah Latermann und Annika Baumer sind bereits zum fünften Mal dabei. Sie machen das richtig gerne, auch wenn es nicht immer das reinste Vergnügen ist, bei Wind und Winterwetter von Haus zu Haus zu ziehen. Jana Salger ist auch schon erfahren. Nur Klara Barac, die als Stern unterwegs ist, ist heuer das erste Mal mit von der Partie. Von 9 bis 12.30 Uhr waren sie schon fleißig unterwegs. Danach haben sie daheim beim Mittagessen Kräfte getankt. Und jetzt um 14 Uhr nehmen sie sich die Südseite der Maximilianstraße samt Häusern am Oberen Tor vor. 80 bis 100 Häuser werden es am Ende des Tages sein, die die Weisen aus dem Morgenland besucht haben werden.

Mehr als 80 Kinder sind in diesen Tagen für die Pfarrei St. Stephan unterwegs. Darunter sind sogar schon Zweitklässler und vereinzelt sogar noch jünger Kinder. Sie alle wissen: Jeder Euro, den sie sammeln, kommt Kindern mit Behinderung in Peru zugute. Dieses Projekt hat die Sternsinger-Bewegung für 2019 ausgewählt. Dazu haben die Kinder vorher im Pfarrsaal auch einen Film über die Lage der Kinder gesehen.

Warum die Heiligen Drei Könige in Mindelheim völkerverbindend sind

Die fleißigen Spendensammler selbst dürfen sich über Süßigkeiten freuen, die ihnen nette Menschen zustecken. Und am Ende gibt es noch ein schönes Essen für alle. Betreut wird die Aktion in Mindelheim von Christina Kohler und Elisabeth Beggel. Jedes Haus, das die Sternsinger besuchen, bekommt einen Segensspruch auf den Türrahmen geschrieben. 20 * C+M+B 19 steht dann als Kürzel oberhalb der Türe, was so viel bedeutet wie „Christus segne dieses Haus“. Die Ziffern stehen für die Jahreszahl.

In allen Häusern werden die Kinder herzlich empfangen. Bei den meisten werden sie sogar schon sehnsüchtig erwartet. Es würde ja etwas fehlen zu Beginn des Jahres, wenn die Sternsinger nicht vorbeikommen würden.

Hin und wieder kommt es sogar zu kuriosen Begegnungen. Bei Augenoptik Igel ist das zum Beispiel der Fall. Eine junge Frau, die mit ihrem Begleiter gerade das Geschäft verlässt, trifft auf die Kinder. Da deutet der Mann an ihrer Seite auf den dunkelhäutigen Balthasar und sagt: „Ich bin das Original“ und lacht dabei übers ganze Gesicht.

Und tatsächlich: Der Mann hätte die Rolle des Heiligen Mannes auch ohne Maske ausüben können. Seine Hautfarbe ist immer dunkel. Die Heiligen drei Könige sind auf jeden Fall völkerverbindend.

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