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07.10.2009

Dorferneuerung startet mit Brückenbau

Markt Wald Der Marktrat verabschiedete den Haushalt 2009 einstimmig. Der Vermögenshaushalt, in dem die Investitionen enthalten sind, stieg kräftig auf 2,4 Millionen Euro. Bürgermeister Walter Wörle hofft, dass man noch in diesem Jahr mit den Dorferneuerungsmaßnahmen in Anhofen beginnen könne. Und an erster Stelle stehe der Bau der neuen Brücke über die Neufnach, denn seit Jahren ist die Brücke halbseitig gesperrt. Die Krise macht sich schon etwas bemerkbar: Die Gewerbesteuereinnahmen gehen zurück.

Verwaltungsleiter Franz Hecht hatte die wichtigsten Eckdaten für den Haushalt zusammengefasst, der auch schon im Haupt-, Finanz- und Personalausschuss vorberaten wurde. Demnach schließt der Verwaltungshaushalt in Einnahmen und Ausgaben mit 2,5 Millionen Euro und der Vermögenshaushalt mit 2,4 Millionen. Auf der Einnahmenseite ist der größte Brocken die Beteiligung an der Einkommenssteuer, die größte Ausgabe sei auf der anderen Seite die Kreisumlage mit 608 646 Euro.

Demnach erhöht sich der Vermögenshaushalt um rund eine halbe Million Euro. Mit ein Grund ist der Anschluss an das Staudenwasser. "Wir können nun Markt Wald noch heuer anschließen", freute sich der Bürgermeister. Die technischen Voraussetzungen (Druckerhöhungs- und Druckminderungseinrichtungen) seien geschaffen. Zunächst wird der Ort Gastwasser beziehen.

Als eine große Herausforderung für die kommenden Jahre bezeichnete Wörle die Dorferneuerung in Anhofen. In diesem Jahr soll noch mit der Brücke über die Neufnach begonnen werden. Hierfür stehen im Haushalt 200 000 Euro bereit. Bauträger ist die Teilnehmergemeinschaft. Die Gemeinde wird es mit 437 000 Euro treffen. Im Zuge der Maßnahmen erhält die Straße auch einen Gehweg und einen Fußgängersteg.

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Leider habe sich herausgestellt, dass man den Regenwasserkanal komplett ersetzen müsse. Hier kommen auf die Gemeinde Ausgaben bis zu 600 000 Euro zu, was im Marktrat zu einer gewissen Beunruhigung gesorgt habe, weil es die finanziellen Mittel des Marktes langfristig binde.

Während der Anschluss von Schnerzhofen an das Kanalnetz fertiggestellt und heuer abgerechnet wurde, stehen nun die Ortsteile Steinekirch und Bürgle an. "Wir müssen hier beträchtliche Beträge vorfinanzieren, sodass wir an die Grenzen stoßen", sagte der Bürgermeister.

Zwar werde der Markt in diesem Jahr keine neuen Kredite aufnehmen und 120 000 Euro tilgen, im Finanzplan ergibt sich aber in den kommenden Jahren ein Kreditbedarf in Höhe von 5,6 Millionen Euro. Die Verwaltung empfahl, die zu erwartenden Zuschüsse unbedingt für den Schuldenabbau zu verwenden.

In diesem Zusammenhang ging der Bürgermeister nochmals auf die Rückforderung von Zuschüssen aufgrund der Rechnungsprüfung ein. Man habe zwar vieles erreicht und die Forderung auf rund 400 000 Euro drücken können, dennoch werfe diese Rückzahlung den Markt in seinem Finanzplan um zwei Jahre zurück.

In seinem Ausblick streifte er den Hochwasserschutz. Nachdem die Baumaßnahme Schnerzhofer Weiher abgeschlossen sei, gehe es nun darum, die Planungen in Immelstetten (Weiher und Kirchbach) voranzutreiben. Das Gleiche gelte für den Bereich Oberneufnach-Weiler.

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