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Ausbildung

23.11.2019

Drei Jugendfeuerwehren, eine tolle Idee

Stolz und unglaublich erleichtert waren 18 Buben und Mädchen der Jugendfeuerwehren aus Türkheim, Wiedergeltingen und Irsingen am Dienstagabend nach der bestandenen anspruchsvollen Jugendleistungsprüfung. Darüber freuen sich auch ihre Ausbilder und Prüfer
Foto: jr

18 Nachwuchsfeuerwehrkräfte aus Türkheim, Wiedergeltingen und Irsingen stellen sich der Jugendleistungsprüfung. Dass alle ihr Ziel erreicht haben, liegt auch an einem erfolgreichen Modellprojekt

Stolz und unglaublich erleichtert waren 18 Buben und Mädchen der Jugendfeuerwehren aus Türkheim, Wiedergeltingen und Irsingen, nachdem sie die anspruchsvollen Jugendleistungsprüfung mit Erfolg abgelegt hatten.

Die Spannung knisterte förmlich in der Türkheimer Feuerwache, als Gleich drei Jugendfeuerwehren – elf Buben und sieben Mädchen zwischen 14 und 18 Jahren – ihren besonderen Abend hatten.Unter den wachsamen Augen der vier Kreisschiedsrichter, sowie der mindestens ebenso nervösen und aufgeregten Jugendwarte aus Türkheim, Wiedergeltingen und Irsingen mussten sich die Nachwuchsfloriansjünger der Jugendleistungsprüfung stellen. Ganze zwei Stunden mussten die Jugendlichen konzentriert und unter Zeitdruck die anspruchsvollen Aufgaben an den verschiedenen Stationen abarbeiten. Um den Nachwuchs auf diese wichtige Prüfung vorzubereiten, wurde zweieinhalb Wochen intensiv geübt. Und dieses Üben zahlte sich jetzt aus.

Besonders gefürchtet bei den großen und kleinen Helfern gleichermaßen waren und sind die sogenannten Knotenstationen. Vor allem der besonders „beliebte“ Rettungsknoten musste nicht nur innerhalb von 40 Sekunden angelegt werden, dieser Knoten musste auch fest und vor allem korrekt angelegt werden.

Schlauchausrollen, Leinenbeutelwurf, Kuppeln von Saugschläuchen, Kuppeln einer 90 Meter langen C-Leitung und abschließend noch ein theoretischer Test mit zehn Fragen aus dem Feuerwehralltag verlangte von den Teilnehmer alles ab.

Nach zwei Stunden war es dann endlich geschafft. Gespannt standen die Jugendfeuerwehrler in Reih’ und Glied vor den Schiedsrichtern, Jugendwarten, Kommandanten und dem Bürgermeister aus Wiedergeltingen, welche die Übung ebenfalls beobachtet hatten.

Als Johann Roch, Leitender Schiedsrichter des Kreisfeuerwehrverbandes Unterallgäu, die erleichternden Worte „ihr habt alle die Prüfung bestanden!“ aussprach, kannte die Freude und Erleichterung der Teilnehmer kein halten mehr. Freudestrahlend holten sich die Buben und Mädchen die begehrte „Jugendleistungsspange“ mit einem Handschlag aus den Händen der Schiedsrichter ab. Ein Abzeichen, das die Feuerwehrler ihr ganzes Leben an der Uniform tragen dürfen.

Besonders viel Lob gab es für die bisher einmalige Zusammenstellung der Prüflinge. Nicht jede Wehr für sich, sondern gemischte Teams stellten sich den Prüfungen. Egal ob Türkheimer, Wiedergeltinger oder Irsinger, für die Jugendlichen gab es nur ein gemeinsames Ziel: Die erfolgreiche Jugendleistungsprüfung. Dieses erfolgreiche Ausbildungskonzept der Jugendfeuerwehren Türkheim, Wiedergeltingen und Irsingen ist derzeit einmalig im Landkreis.

Nicht nur bei der Prüfung zeigte sich der Erfolg dieses ungewöhnlichen Weges: Auch bei den zahlreichen Jugendausbildungsabenden und verschiedenen Hauptübungen arbeiten die jungen Wehrmänner und -frauen Hand in Hand zusammen. Statt als Wehr in kleinen Gruppen ein eigenes „Süppchen“ zu kochen, wird gemeinsam geübt und auch Freizeit genossen.

Als kleine Zusatzbelohnung konnten alle Teilnehmer der Jugendleistungsprüfung den Prüfungsabend gemeinsam bei einem leckeren Abendessen ausklingen lassen. (mz)

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