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Adventskonzert

06.12.2018

Drei Stimmen singen zu viert

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Der neunjährige Julius bekam spontan Applaus.

Die Amberger Musikerin Miriam Gäble-Wagner hat mit ihren Freundinnen von „Triolissimo Plus“ ein Heimspiel in der Amberger Pfarrkirche. Und ein kleiner Trommler bekommt spontan Applaus

Spendete zwar erst eine Kerze am Adventskranz ihr Licht, so leuchteten beim Adventskonzert von „Triolissimo Plus“ in der Amberger Pfarrkirche zusätzlich unzählige Kerzen an allen Altären und im ganzen Altarraum. Sie brachten diese heimelige, feierliche Konzertstunde wahrlich zum Leuchten. „Advent is a Leuchtn, a Liacht in der Nacht, a Schein vulla Wünschn und Gfreun. I spür, wann i Kerzn um Kerzn anzünd, kann bald a in mir Weihnacht sein.“

Dieses Lied von Lorenz Maierhofer war beim Adventskonzert mit „Triolissimo Plus“ der ideale Beginn. Denn da leuchteten auch die Augen der Gäste in der voll besetzten Pfarrkirche Mariä Heimsuchung in Amberg. Für Miriam Gäble-Wagner war es als Ambergerin eine ganz besondere Freude, hier mit ihren ehemaligen Studienkolleginnen zu spielen und zu singen. Sie selbst sang und war an ihrer Querflöte, Piccolo- und an verschiedenen Blockflöten zu hören.

Dominika Aslam sorgte neben dem Gesang und Flöten beim Percussion-Spiel für besondere, schlagkräftige Momente. Lucie Meltke sang und schlug mit ihrer Gitarre sanfte Töne an und Manuela Schmid sang nicht nur. Sie war zuständig für die zarten Klänge am Tenorhackbrett. Ob traditionelle Instrumentalstücke wie den „Weihnachtsboarischer“ auf Südtirol oder der „D’r Kloserumpler“ aus Kärnten mit Piccoloflöte und Trommel.

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Drei Stimmen sangen zu viert unter anderem „Denk a moi außi heit“. Leopold Hahn schreibt in seinem Lied weiter: „…denk’ an die andern Leit…und nicht nur zur Weihnachtszeit.“ Es erklang „Hirtenmusik“ und „Hirtentanz“, aber auch die israelische Weise „Zemir atik“.

Dass bei diesem Adventskonzert nicht nur traditionelle Alpenweisen zu hören waren, zeigte sich auch bei der flotten Melodie „Biserka“ aus Serbien. Dann war es so weit, der neunjährige Sohn Julius von Miriam Gäble-Wagner kam nach vorne. Er ging zu seinem Hocker, setzte sich vor seine Trommel und fiel mit perfekten Schlägen in den Gesang der vier Musikerinnen ein. Das afrikanische Segenslied „Siya hamba“ – Wir marschieren im Lichte Gottes – begeisterte Julius Mama. Obwohl sie die Besucher gebeten hatte, erst am Ende des Konzertes zu applaudieren, konnte sie nicht umhin und klatschte Beifall. Die Gäste lachten und fielen mit ein.

Miriam Gäble-Wagner entschuldigte sich dafür, aber das machte das Publikum sehr gerne mit. Sie fanden, Julius habe das verdient. Obwohl „Is finster drauß“ war, vom „Raureif“ noch nichts zu sehen war, sangen die Gäste gemeinsam mit den vier „Triolissimo Plus“ „Wo Menschen sich vergessen, die Wege verlassen, und neu beginnen, ganz neu, da berühren sich Himmel und Erde, dass Frieden werde unter uns.“ Da war es allen so, als ob „Durch die Nacht scheint a Liacht – es geht auf Weihnachten zu.“

Darauf machte auch Diakon Helmut Schneider in seinen Zwischentexten aufmerksam. Er sagte: „Die kommenden Wochen sind geprägt von Vorfreude und Neugierde. Immer schon wurden Herzen und Sinne der Menschen durch die Musik, durch das Musizieren geöffnet.“

Er zitierte den Apostel Paulus: „Der Herr lasse euch wachsen und reich werden in der Liebe.“ Davon handelte dann auch seine Geschichte der „Vier Kerzen“ mit den Namen „Frieden“, „Glauben“, „Liebe“, die durch Missachtung der Menschen erloschen waren. Nur durch die Bitte eines Kindes an die vierte Kerze „Hoffnung“ flammten sie wieder auf.

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