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20.01.2019

Dreifaches Babyglück im Schafstall

Stolz zeigen Anton und Andreas Waigel die niedlichen Drillinge, die in ihrem Schafstall in Bronnen zur Welt gekommen sind.
Bild: Ulla Gutmann

Züchter Anton Waigel freut sich über seine Jungtiere in Bronnen.

Drillinge bei seinen Lämmern hatte Anton Waigel noch nie und überhaupt hüpfen in diesem Januar schon früh im Jahr zahlreiche kleine Schwarzkopfschäfchen im Stall in Bronnen herum. Waigel wohnt zwar in Tiefenried, der Stall gehört jedoch zur ehemaligen Landwirtschaft seiner Schwiegereltern in Bronnen, die früher Schweine hielten. Anton Waigel ist schon im Vorruhestand und hat jetzt, wie er selbst sagt, fast mehr Arbeit als zuvor. Denn er renoviert nebenzu auch noch das Wohnhaus des Hofes in Bronnen für seine Tochter.

Für seine Schafe hat er außer dem Stall noch ein großes Grundstück. Zusammen mit seinem Sohn Andreas versorgt er die Tiere im Winter mit Heu, Grummet und Silofutter. Die Schwarzkopfschafe hat er seit sieben Jahren, zuvor hielt er Kamerunschafe, doch die waren sehr scheu und ängstlich. Dagegen sind die hornlosen Schwarzkopfschafe unkompliziert. Im Sommer sind sie im Einsatz für die Landschaftspflege auf dem Gelände einer Gärtnerei in Tiefenried oder auch in Haselbach beim Beweiden der Mülldeponie.

Jetzt im Winter schaut er morgens und abends nach den Tieren. Frisches Wasser, Futter und Salz brauchen die Schafe, die im Winter durch ihr dickes Fell gut geschützt sind vor Kälte. Bekommt ein Schaf gerade ein Lämmchen, bleibt Waigel dabei und wischt den Schleim aus dem Maul des Neugeborenen. Daran könnte das kleine Lamm sonst ersticken. Aber eigentlich kommt das Mutterschaf gut allein zurecht bei der Geburt, nur die Nachgeburt muss später entsorgt werden. Im Stall sind die Schafe mit Holzzäunen getrennt, die Drillinge sind mit zwei Mutterschafen und einem einzelnen Lamm in einem Pferch. Weil ein Schaf nur zwei Zitzen hat, können die zwei Schafmamas gut die vier Lämmer versorgen.

Dreifaches Babyglück im Schafstall

Im Stall von Anton Waigel in Bronnen ist ganz schön viel los

Waigel achtet darauf, dass die neugeborenen Lämmer immer in der Nähe der Mütter bleiben, denn sie brauchen regelmäßig Milch. Eines der Drillinge hüpfte übermütig zwischen den Latten des Holzzaunes durch und schaffte es zum Glück aber auch, wieder zurückzuklettern. „Da muss ich gleich noch eine zusätzliche Latte hinnageln“, meint Waigel, damit sich die Lämmchen nicht selbst von ihrer Nahrungsquelle trennen.

Im Stall ist ganz schön viel los. Vierzehn erwachsene Schafe, zahlreiche Lämmer und hochträchtige Tiere, die auch bald ihren Nachwuchs zur Welt bringen werden und nicht zu vergessen der Schafbock Luis, der stolzer Vater der Lämmerschar ist.

Die Lämmer werden mit einem Gewicht von etwa 40 Kilogramm weiterverkauft an Züchter oder aber geschlachtet. Was genau mit den einzelnen Tieren geschieht, wird erst später entschieden. Und das ist auch gut so, findet Waigel, der sich derzeit an seinen Lämmern freut. Ein paar Jungschafe behält er aber auch und so wächst Waigels kleine Herde ebenso wie die Freude an seinem Hobby. Und damit es ihm sicher nicht langweilig wird, hat er seit einiger Zeit auch noch die Imkerei, für sich entdeckt, aber das ist eine andere Geschichte.

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