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Kneipp Bund I

04.08.2011

Durchfallerkrankungen sorgen für Aufregung im Kneipp-Hotel

Großeinsatz der Rettungsdienste am Dienstagabend im Kneipp-Hotel des Kneipp Bundes: 16 Personen mussten aufgrund ihrer starken Symptome (Erbrechen und Durchfall) in umliegende Krankenhäuser gebracht werden.
Bild: Foto: Feuerwehr

16 Personen waren betroffen und mussten in umliegende Krankenhäuser gebracht werden. Entwarnung dann gestern Nachmittag, fast alle konnten bereits wieder entlassen werden

Bad Wörishofen Ein schöner Ausflugstag bei herrlichem Sonnenschein ins Ostallgäu endete am Dienstag für 16 Personen der Kneippvereine aus Landau und Tuttlingen im Krankenhaus. Schon auf der Heimfahrt stellte sich bei einigen Teilnehmern Übelkeit ein, gegen Abend steigerte sich das Unwohlsein. Im Kneipp-Hotel des Kneipp Bundes klagte rund die Hälfte der 70-köpfigen Gruppe über Erbrechen und Durchfall. Geschäftsführerin Annette Kersting verständigte den Notarzt, dieser dann die Rettungsdienste, die die Patienten in die umliegenden Krankenhäuser brachten.

„Den meisten Männern und Frauen geht es schon wieder gut“, so Kersting gestern Nachmittag gegenüber der Mindelheimer Zeitung. Viele konnten bereits das Krankenhaus wieder verlassen, hätten auch schon wieder gegessen.

Lebensmittelkontrolle hat Untersuchungen aufgenommen

Durchfallerkrankungen sorgen für Aufregung im Kneipp-Hotel

Da in ihrem Haus lediglich Frühstück ausgeben werde, vermutete die Geschäftsführerin des Kneipp Bundes, dass sich die Gäste auswärts infiziert haben. Dennoch hat die Lebensmittelkontrolle routinemäßig Untersuchungen im Kneipp-Hotel vor Ort aufgenommen.

Anette Kersting dankt allen Einsatzkräften für die umsichtige und schnelle Hilfe. Sie selbst habe auch alle Mitarbeiter des Kneipp Bundes verständigt, die die mit leichteren Symptomen betroffenen Patienten im Haus die ganze Nacht betreut hätten. Gestern sei nun das ganze Haus vorsichtshalber gründlich desinfiziert worden. „Wir gehen davon aus, dass es keine schlimmere Viruserkrankung ist, sondern lediglich ein Brechdurchfall, da sich alle Patienten schnell wieder erholt haben“, so Annette Kersting. Genaueres müssten jedoch die laufenden Untersuchungen des Gesundheitsamtes Unterallgäu zeigen.

Ursache der Erkrankung nach wie vor unklar

Woran die Betroffenen erkrankt sind, ist derzeit noch unklar, wie das Gesundheitsamt am Unterallgäuer Landratsamt mitteilte. Die Suche nach der Ursache der Erkrankungen laufe. „Wir versuchen die Infektionsquelle und den vermeintlichen Krankheitserreger zu finden“, so Dr. Wolfgang Glasmann, Leiter des Gesundheitsamtes.

Ergebnisse der mikrobiologischen Untersuchungen seien aber frühestens Anfang nächster Woche zu erwarten, wie der stellvertretende Landrat und Bürgermeister von Bad Wörishofen Klaus Holetschek sagte. Ungewöhnlich sei, dass die Patienten sich so schnell wieder erholt hätten, was nicht für eine größere Virusinfektion spreche, so auch er.

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