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16.06.2009

Ehrenamtliche Energiepolitik

Pfaffenhausen (mwe-) - "Eine Situation, die man sich als Bürgermeister wünscht", sagte Roland Krieger. Der Pfaffenhauser Rathauschef berichtete in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats, wie Johannes Schindler bei ihm klingelte und anbot, für den Markt ehrenamtlich ein Energiekonzept zu erstellen. Schindler stammt aus Pfaffenhausen und studierte in München Energiepolitik.

Mit diesem Projekt soll geklärt werden, wie viel Energie hergestellt und wie viel letztlich verbraucht wird, erklärte Schindler. Und natürlich, wo Einsparmöglichkeiten liegen. "Um vernünftig über Energiefragen diskutieren zu können, braucht man eine fundierte Grundlage", sagte der Pfaffenhauser. Diese wolle er mit dem Konzept schaffen. Krieger und die Gemeinderäte lobten das ehrenamtliche Engagement des jungen Mannes und beschlossen einstimmig, dass Schindler das Energiekonzept erstellen soll.

Egelhofen wird an die Kläranlage angeschlossen

Zuvor war sich der Gemeinderat bereits einig, die sanierungsbedürftige Gruppenkläranlage im Ortsteil Egelhofen mit einer Druckleitung an die gemeindliche Kläranlage in Pfaffenhausen anzuschließen. Die Anlage in Egelhofen kann aufgrund technischer Mängel die vorgeschriebenen Nitrat- und Phopshatwerte bei gereinigtem Wasser nicht einhalten. Hans Jürgen Eibl vom Ingenieurbüro Fassnacht in Legau hatte deshalb in Zusammenarbeit mit Paul Hebel vom Wasserwirtschaftsamt Kempten mehrere Lösungsvorschläge erarbeitet und gab schließlich die Empfehlung, die Kläranlage in Egelhofen an die in Pfaffenhausen anzuschließen. Dieser kamen die Räte nach. Bürgermeister Krieger erklärte, das Projekt anzugehen, sobald es die Haushaltslage zulässt, spätestens aber 2011.

Ehrenamtliche Energiepolitik

Wenn alle gemeinsam ins Netz gingen, wäre es billiger

Anschließend befasste sich der Gemeinderat mit dem Thema flächendeckende Breitbandversorgung. Die Firma Allgäu DSL hatte ein Angebot für die bislang nur mangelhaft versorgten Ortsteile Weilbach, Mindelberg, Heinzenhof, Egelhofen und Schöneberg abgegeben. Deren Mitarbeiter Daniel Albert stellte das Konzept von Allgäu DSL vor. Einstimmig beschloss der Rat, die Firma Allgäu DSL mit dem Auftrag eines flächendeckenden Breitbandnetzes zu beauftragen. Die Gesamtkosten dafür belaufen sich für die Gemeinde auf 24 987 Euro, wobei 70 Prozent davon bezuschusst werden, sagte "Breitbandpate" Alfred Depprich.

Noch günstiger könnte es werden, wenn Pfaffenhausen zusammen mit Breitenbrunn und Oberrieden ans Netz geht.

Krieger bestätigte, dass auch seine Kollegen Alfons Biber (Breitenbrunn) und Georg Leinsle (Oberrieden) diese Lösung begrüßen würden.

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