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Konzert

19.10.2018

Ein Abend mit Wein, Weib und Gesang

Ein neues Outfit gab es für die Männer des Markt Walder Männerchors.
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Ein neues Outfit gab es für die Männer des Markt Walder Männerchors.

Der Männerchor und seine Gäste präsentieren sich in Markt Wald

Martin Luther sagte einst: „Wer nicht liebt Wein, Weib, Gesang, der bleibt ein Narr sein Leben lang.“ Beim Weinfest in Markt Wald gab es keine Narren: Die Gäste in der Turnhalle genossen das vom Männerchor Markt Wald – Oberneufnach initiierte Fest in vollen Zügen, dazu Schmankerl wie das Sänger-Trio oder den Sängerfladen. Das Hauptaugenmerk lag auf den fröhlichen Tönen, die den Kehlen der „Sektkehlchen“ aus Hiltenfingen und des Männergesangverein Woringen entströmten.

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Der Markt Walder Männerchor bestätigte: „Musik macht gute Laune.“ Vorsitzender Manfred Müller begrüßte die Gäste, Daniela Dworschak dirigierte und die Gäste erfuhren von der wahren „Freude am Leben“. Mit dabei war auch die langjährige Dirigentin Sylvia Mayer. Neun Jahre leitete sie den Männerchor. Katharina Schwaller übernahm und Daniela Dworschak kam als Schwangerschaftsvertretung. Sie blieb, auch wenn sie noch drei andere Chöre leitet. Es gelang ihr, für „Die Post im Walde“ Max Pfluger junior mit seiner Trompete für das Weinfest zu gewinnen. Gemeinsam mit seinem Vater Max Pfluger senior sorgte er nach dem offiziellen Teil für Unterhaltungsmusik.

Doch zuvor verzauberten die „Sektkehlchen“ die Gäste. Sie sangen das zauberhafte „Heast as ned“ von Hubert von Goisern, das „Wiegenlied“ von Johannes Brahms und forderten dazu auf: „Sing zwischanei a Liadle“ unter der Leitung von Gudrun Pfahler. Der Männergesangverein Woringen jubelte „Viva la Musica“ und „Halleluja“. Er bestätigten: „Singen macht Freude“. Auch in Spanien? Natürlich. Dorthin entführten die Woringer die Gäste. In weißen Hemden, roten Schal-Krawatten und schwarzen Hüten sangen sie temperamentvoll „Baraba Ba“, liebten „Spanish Eyes“ und „Spanische Nächte“. Bei der Zugabe „Sierra del madre del sur“ ging ein Raunen durch den Saal.

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Die Sektkehlchen ließen den „Lollipop“ mit Hilfe aus dem Publikum „Plopp“ machen. Und die Zugabe hatte es in sich. Die Sängerinnen behaupteten: „In jeder Frau steht ein Stück Hefe. Das kleine Luder tut, als ob es schliefe. Doch plötzlich kommt die Zeit – Frauen, seid bereit – dann geht die Hefe auf. Schokolade an den Hüften und am Oberschenkel auch. Trotz Salat und Magerjoghurt schwabbeln Po und Kinn und Bauch. Doch bei den Männern auch!“ Mit diesem Lied von Thea Eichholz-Müller landeten sie den Knüller des Abends.

Den Abschluss bildeten die Sänger aus Markt Wald – Oberneufnach mit „Tiritomba“, „Rote Rosen, rote Lippen, roter Wein“, sie ließen im Prater die Bäume blühen und den griechischen Wein fließen. Doch etwas Neues hatten sie auch zu bieten – ihre Kleidung: weinrote Hemden mit Logo und gelbe Krawatten.

Und der Nachwuchs? Der konnte sich hören lassen: Maximilian Raith, 18 Jahre jung, singt seit eineinhalb Jahren mit, weil er Musik liebt, das Singen mit seinem tiefen, zweiten Bass sowieso, und bald sein Studium für Kirchenmusik beginnt. Absoluter Kontrast dazu ist Benedikt Müller. Er sind die erste Tenorstimme und ist mit seinen fast 92 Jahren der älteste Sänger im Chor.

Tradition beim Männerchor Markt Wald-Oberneufnach ist es, dass die drei Chöre gemeinsam auf der Bühne „Bajazzo“ singen. Und so endet ein schönes Fest mit sehr emotionalem Gesang, fröhlich moderiert von Simone Ostermeier.

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