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Neubau in Könghausen

23.04.2015

Ein Bürger- und Vereinsheim für Könghausen

Josef Miller (links) und Bürgermeister Josef Kerler schoben gemeinsam den Grundstein in das vorbereitetes Mauerfach des neuen Könghauser Vereinshauses.
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Josef Miller (links) und Bürgermeister Josef Kerler schoben gemeinsam den Grundstein in das vorbereitetes Mauerfach des neuen Könghauser Vereinshauses.
Bild: Karl Kleiber

Lang hat es gedauert - nun werden die Wünsche der Bürger aus Könghausen wahr.

Lange haben sie gewartet, geplant, umgeplant und gerechnet: Die Rede ist von den Könghauser Bürgern und Vereinen, die nun bald ein neues Vereinsheim haben. Mit der feierlichen Grundsteinlegung durch den ehemaligen Bayerischen Landwirtschaftsminister Josef Miller gab man offiziell den Startschuss für den Neubau, der samt Eigenleistung rund 630 000 Euro kosten wird. Alle Redner lobten Mut, Engagement und Zusammenhalt innerhalb des kleinen Dorfes, das als Ortsteil zur Gemeinde Eppishausen gehört.

Als vor knapp vier Jahren das Gasthaus „Alpenrose“ seine Pforten schloss, hatten die Könghauser Vereine nicht nur ihr Domizil, sondern die Bürger auch ihre Begegnungsstätte verloren. Um das gesellschaftliche Dorfleben nicht ganz einzubüßen, packten engagierte Bürger, allen voran die Vorsitzenden des Schützenvereins, Markus Sailer und Markus Meitinger, Vorsitzender des Feuerwehrvereins, an und begannen mit der Planung eines eigenen Hauses für Bürger und Vereine.

Viele Sitzungen und Zusammenkünfte waren notwendig, um bei der Realisierung ihres Vorhabens vorwärts zu kommen. Auch die Gemeinde Eppishausen war gefordert, obwohl sie sich anfangs wegen der Größe des Hauses etwas sperrte. Aber letztendlich war man sich einig und im Herbst 2014 wurde der Grund ausgehoben und mit der Verbauung des nahen Wassergrabens begonnen. Der Winter kam, die Baustelle ruhte. Aber nicht die treibenden Kräfte, die ihr Projekt zügig weiter verfolgten.

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Vor gut drei Wochen nahm man wieder die Arbeit auf und goss das Fundament und zog Wände hoch. Beinahe wäre die Grundsteinlegung zu einem Hebauf geworden, meinte Markus Sailer, Geschäftsführer der extra gegründeten GbR, ironisch, denn alle Helfer waren so eifrig, dass die kompletten Grundmauern bereits standen, als Josef Miller angereist kam. Er habe gerne die Patenschaft für das neue Heim übernommen, sagte der Politiker. Abschließend dankte Sailer dem Amt für Ländliche Entwicklung Krumbach, das rund 90 000 Euro zuschießt. Weitere Gelder kommen von der Gemeinde Eppishausen (125 000 Euro und Überlassung der alten Schule), Bayerischen Sport-Schützen-Bund (55 000 Euro), staatlichen Feuerwehrwesen (46 500 Euro) sowie von kirchlichen Institutionen (38 000 Euro).

„Was lange währt, wird endlich gut. Vorher diskutieren und dann bauen, sei besser als umgekehrt“, begann Josef Miller seine Rede. Lob sprach er für den Gemeinschaftssinn und das gemeinsame Arbeiten aus. „Möge das neue Haus ein Dorfmittelpunkt werden.“ Ferdinand Bisle vom Amt für Ländliche Entwicklung Krumbach betonte, wenn die Bürger aktiv werden, könne man diese auch fördern. „Könghausen ist ein gutes Beispiel für gemeinsame Projekte.“ Kreisbrandrat Franz Gaum sagte deutlich, dass auch kleinere Wehren eine Zukunft im Löschwesen haben.

Josef Miller und Bürgermeister Kerler schoben eine Steintafel mit dem Schriftzug „Bürger- und Vereinsheim/Grundsteinlegung April 2015“ in ein Mauerfach, wo zuvor zwei Kunststoffrohre mit Dokumenten, Geld und einer Urkunde abgelegt wurden.

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