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Theater

12.11.2015

Ein Fenstersturz und ein Totgeglaubter

Sohn Harald Schumann (Bastian Sauerwein) berät sich mit Mutter Erna Schumann (Elfriede Egger).
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Sohn Harald Schumann (Bastian Sauerwein) berät sich mit Mutter Erna Schumann (Elfriede Egger).

„Denkbar ungünstig“ kommt in Breitenbrunn ein Versicherungsmakler vorbei

Der Kaffeetisch ist gedeckt mit Torte und Kuchen für den 77. Geburtstag von Konrad Schumann – obwohl der bei einem Unfall ums Leben gekommen ist. Sohn Harald (Bastian Sauerwein) fragt die Mutter (Elfriede Egger), wer denn das alles essen soll und schon klingelt es an der Tür. Versicherungsmakler Jens Sommer (Matthias Rogg) kommt persönlich vorbei, um Konrad Schumann symbolisch einen Scheck für die fällige Lebensversicherung auszuhändigen.

Als Mutter und Sohn erkennen, dass sie vergessen haben, die Versicherung über den Tod des Vaters zu informieren und ihnen deshalb eine Strafe wegen versuchten Versicherungsbetrugs droht, suchen sie verzweifelt nach einem Ausweg. Willi Krüger (Hans Peter Böck), der stotternde Nachbar, von seiner Frau verlassen und sehr verliebt in Erna Schumann, muss oder darf nun den noch lebenden Vater Konrad Schumann spielen und den Scheck von Makler Sommer entgegennehmen.

Da Willi sich schwer tut, sich alles zu merken, was beweist, dass er tatsächlich Konrad Schumann ist, verplappert er sich mehrfach und verwirrt den Versicherungsmakler, Erna hat ein Problem damit, dass sie auf Anraten von Sohn Harald die liebende Ehefrau mimen und Willi küssen soll. Der Versicherungsmakler wird derweil mit Kaffee, Kuchen und Schnaps beruhigt und zwischendurch von Mutter Erna aus dem Fenster geworfen – sodass Tochter Agnes seine Kopfwunde versorgen muss und sich die beiden näher kommen. Als dann auch noch der totgeglaubte Vater Konrad gesund und munter auftaucht, beginnt ein chaotisches Verwechslungsspiel!

Ein Fenstersturz und ein Totgeglaubter

Elfriede Egger spielt die grantige Erna Schumann, die viel schimpft und im Haus das Sagen hat, sehr überzeugend. Der etwas einfältige Willi macht mit viel Gestottere jede Menge Fehler in seiner Rolle als angeblicher Familienvater Konrad Schumann.

Bei der Premiere am Samstagnachmittag, bei der auch viele Kinder und Besucher aus Ursberg und dem Pfaffenhauser Blindenheim da waren, sorgten die Szenen für viel Gelächter. Man amüsierte sich prächtig und in den zwei Pausen gab es feine Kuchen, Getränke und Wurstsemmeln. Die meisten der Schauspieler stehen schon seit 15 Jahren auf der Bühne – und das merkt man. Sie spielten sehr souverän, wenn auch aus privaten Gründen diesmal in etwas kleinerer Besetzung.

von „Denkbar ungünstig“ am Samstag, 14., Sonntag, 15., Freitag, 20., Freitag, 27., und Samstag, 28. November, jeweils um 20 Uhr.

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